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5.7 Die Rolle des Slawentums beim Aufbau der Kultur der Liebe. 5.7.1 Die Mission des Slawentums

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5.7 Die Rolle des Slawentums beim Aufbau

der Kultur der Liebe

5.7.1 Die Mission des Slawentums

Im Oktober 1898 hält Peter Danov vor der Wohltätigkeitsgesellschaft »Barmherzigkeit« in Varna den Vortrag »Aufruf an mein Volk, bulgarische Söhne der slawischen Familie«. In diesem Vortrag behandelt Danov zum ersten Mal das Thema der Mission des Slawentums und verknüpft es mit der bevorstehenden Veränderung der Welt und mit der Errichtung des Reiches Gottes. Dieser Vortrag ist eine Ansprache und ein Aufruf an das ganze bulgarische Volk und an alle slawischen Völker. Bei diesem Text fallt auf, dass er den Charakter einer göttlichen Offenbarung trägt. Bereits die ersten Worte lauten: »Höret die Worte des Himmels: Brüder und Schwestern des slawischen Heims [...]«.Mehrmals heißt es dann »Gott spricht«, »Gott sagt« und ähnliche Formulierungen. Der Text drückt unmissverständlich aus, dass derjenige, der spricht, ein Bote Gottes ist, der von diesem beauftragt ist, den Slawen die Wahrheit zu verkünden und sie von dem falschen Weg, auf dem die Völker sich befinden, wegzufuhren. Er - Danov - wurde gesandt, um die Slawen zu erwecken und ihnen den Weg zu einem guten und heiligen Leben zu zeigen, sie vorzubereiten und zum Reich Gottes zu fuhren. An verschiedenen Stellen spricht der »Gesandte Gottes« von sich selbst als »oberster Schutzherr der Slawen«. Er stellt sich als »Schutzengel und oberster Führer vor den himmlischen Antlitzen« vor. Er nennt die Slawen »sein Volk«. Die Herausgeber des Vortrags erklären dies später in den einführenden Bemerkungen so, dass deijenige, der hier spricht, ein Engel ist, der von Gott den Auftrag erhalten hat, das bulgarische Volk und das ganze Slawentum zu führen. An verschiedenen Stellen geht der Text von der 3. Person Singular - »Gott spricht« oder »Gott macht« - in die 1. Person Singular über. Der Text ist unterschrieben mit: »Ich bin Elochim, der Engel des Testaments Gottes. Mitgeteilt am 8. Oktober 1898, Varna, Bulgarien.«

Im »Aufruf an mein Volk« nennt Danov alle Slawen »Herz der Zukunft«. »Höret das Wort: der Himmel teilt euch eine heilige Pflicht im Reich des Friedens zu, das kommt und sich in seiner Macht nähert f...].« Außerdem wird gesagt, dass die Slawen bis heute große Prüfungen und Schwierigkeiten durchgemacht haben, dass nun aber die Zeit ihrer Berufung gekommen ist, für die sie erwachen müssen.

»Eure Zeit nähert sich, eure Prüfung ist vorbei, jetzt schlägt die Stunde eurer Berufung, und es bricht die Minute im Leben an, dass ihr erwacht und in dieses gütige Leben kommt, in das diese leidgeprüfte Erde eintritt. »Der Herr hat für sich ein Heim gesucht und seine Wahl ist auf die slawische Familie gefallen, die der Himmel wegen ihrer göttlichen Tugend liebgewonnen hat.«

Als Schwachpunkt der slawischen Seelen nennt er die allgemeinen Meinungsverschiedenheiten unter den Slawen.

Diesem Text zufolge brechen nun beschleunigt und zum letzten Mal in der Welt schwierige Zeiten mit großen Prüfungen und Zerstörungen an. Es kommt zu einer radikalen Wende. Die Welt ist reif für die Ernte. Gott hat eine neue Generation auserwählt, die seine Vorhaben realisieren soll. Das Reich Gottes kommt, und alle auserwählten Menschen und Völker, die die Blüte der neuen Generationen, des neuen menschlichen Geschlechtes bilden, sind aufgerufen, daran teilzuhaben. Die Slawen sind dazu berufen, den Keim der Neuen Menschheit zu bilden.

Es wird erwähnt, dass Russland eine große Zukunft zugedacht ist, da es den Willen Gottes zum Ruhm aller und zum Ruhm seines Reiches erfüllen soll.

Der Text endet mit einer Aufforderung an alle Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft, vom falschen Weg umzukehren, von der Ungesetzlichkeit, der Ungerechtigkeit und der sittlichen Verderbtheit abzulassen und sich auf den Weg der Wahrheit zu begeben.

Außer in diesem wichtigen Text behandelt Peter Danov das Thema Slawentum an vielen anderen Stellen seiner Vorträge entweder im Zusammenhang mit anderen Äußerungen, die weitere Erläuterungen enthalten, oder als zusätzliche konkrete Erklärung. Aus den verschiedenen Angaben in Danovs Vorträgen geht hervor, dass alle Völker Mitglieder eines großen Organismus sind. Jedes Volk muss bestrebt sein, Gott zu dienen. Jedem Volk kommt in diesem Organismus eine eigene Bestimmung zu, und wenn es dieser Bestimmung treu bleibt, wird es Erfolg haben. Die Mission der jetzigen fünften Kultur - der westeuropäischen - war es, den bewussten, logischen Verstand des Menschen zu entwickeln. Diese Kultur hat den Höhepunkt ihrer Entwicklung bereits erreicht und Früchte getragen. Die Slawen müssen von heute an ihren Beitrag dazu leisten. Die sechste Kultur – die slawische - hat die Aufgabe, das Herz zu entwickeln und die Verbrüderung zwischen den Völkern zu fördern. Danach bricht die Sechste Rasse - die Kultur der Liebe - an, die von Vertretern aller Völker gebildet wird.

Danov leitet das Wort »славянин (slavjanin) - der Slawe« von dem Wort »славя (slavja) - rühmen, preisen« ab -, so dass das Wort »Slawe« nach seiner Interpretation »Mensch, der Gott rühmt, preist« bedeutet. Danov behauptet, dass Gott bei den Slawen gerühmt wird, weil alle Menschen, die der Liebe Ausdruck geben, Gott rühmen.

»Das sanfte Element ist unter den Slawen schon wirksam. Mit anderen Worten: die Liehe wirkt unter den Slawen bereits. Der göttliche Geist sinkt auf der Erde hauptsächlich auf das Slawentum hinab und bringt das Neue für alle Menschen auf die Erde. Er äußert sich durch die Slawen. Was bedeutet das Wort Slawe? — Ein Mensch, der Gott rühmt. Ein Slawe ist jemand, der eine Beziehung zum Ruhm Gottes hat. Er ist mit dem Ruhm des Herrn verbunden.«

Danov sieht die Slawen nicht als Rasse im biologischen Sinn, sondern als Träger geistig-sittlicher Werte mit einer besonderen Bindung an Gott.

»Ein Slawe ist, wer das große Gesetz der Liebe zur Grundlage seines Lebens macht und seinen Vater [Gott] kennt. Ein Slawe ist, wer seinen Vater kennt und seinen Willen tut.«

Die Slawen (als sechste Unterrasse der Fünften Rasse) sind nach Danovs Meinung Kem bzw. Keim der zur Zeit entstehenden Sechsten Rasse, weil sie als ethno-kulturelle Gemeinschaft Träger der inneren Eigenschaften sind, die die Basis der Sechsten Rasse der Liebe und des Herzens sind. Bei den Vertretern der Sechsten Rasse, die aus allen Völkern stammen, treten diese Eigenschaften in vollkommener Weise in Erscheinung.

Bei den Slawen ist »das Herz« am stärksten entwickelt, und sie tragen von Natur aus Menschenliebe, Altruismus, Großzügigkeit und Selbstlosigkeit in sich. Das Slawentum ist Träger der Gottesidee. Die Slawen tragen in ihrem Bewusstsein die Liebe zu Gott. Der ihnen innewohnende Altruismus ist Danov zufolge göttlichen Ursprungs. Großzügigkeit ist das Neue, das sie anderen Völkern vermitteln können. Einer ihrer besten Charakterzüge ist die Bereitschaft zur Selbstaufopferung. Sie sind in höchstem Maß von Brüderlichkeit geprägt. Die Slawen unterscheiden sich von anderen Völkern durch ein stark entwickeltes religiöses Gefühl. Kein anderes Volk, außer den Juden, zeichnet sich nach Danov durch ein so starkes religiöses Gefühl aus wie die Slawen. Das religiöse Gefühl der Slawen unterscheidet sich auch dadurch, dass es nicht fanatisch, sondern altruistisch und allgemeinmenschlich ist. Das religiöse Gefühl der Slawen kennt keinen Eigennutz. Bei den westlichen Völkern werden die Dinge äußerlich und mechanistisch behandelt. Bei den slawischen Völkern erfolgt dies auf eine intuitive, innerliche Weise. Bei ihnen kommen das Gute und die Bewusstseinserweiterung von innen. Die Slawen erringen den Sieg auf einem inneren Weg. Danov vergleicht die Slawen in gewissem Sinne mit dem geistigen Israel, im Vergleich zum hebräischen Volk erfüllen sie aber ihre Mission. Ihre Berufung zielt nicht darauf ab, über andere Völker herrschen zu wollen, sondern darauf, ihre positiven Eigenschaften zum Ausdruck zu bringen. Deshalb ist ihnen die Aufgabe zugeteilt worden, von heute an der Welt etwas Neues zu vermitteln. Sie bringen ein neues geistiges Element in die Welt -das Gefühl einer bewussten Verbrüderung zwischen den Völkern. Ihre Mission ist die Verbrüderung aller Völker. Die Slawen sind dazu berufen, eine Neue Kultur aufzubauen, die auf Liebe und nicht auf Gewalt beruht.

Über die slawischen Länder sagt Danov, dass noch nie so viele Menschen -zweihundert Millionen und mehr - an einer Stelle für eine Mission zusammengebracht worden sind. Die Slawen sollen als eine große Familie den Willen Gottes erfüllen. »Das Slawentum ist die Schmiede der Neuen Kultur. Es gibt Kräfte, die bereits daran arbeiten. Dort werden die Ressourcen angesammelt, und jetzt kommen die Menschen, die die angesammelten Materialien benutzen und das Neue darauf aufbauen werden.« Danov zufolge werden in allen slawischen Völkern bis zum Ende des 20. Jahrhunderts die fortgeschrittensten Seelen geboren, die den geistigen Aufschwung bringen. Dieser Prozess hat bereits angefangen. Das Slawentum ist das Lebenszentrum der Neuen Kultur, bis die Sechste Rasse kommt.

Die Slawen, so lehrt Danov, erleben gegenwärtig, mit Ausnahme der Bulgaren, ihr Eisernes Jahrhundert. Deshalb unterliegen sie heute so vielen Prüfungen und Leiden. Gott fuhrt die Slawen durch das Feuer. Es gibt nach Danov keine anderen Völker in der Welt, die durch so viele Leiden gegangen sind wie die slawischen. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts geht das Slawentum vom Eisernen Jahrhundert zum Goldenen Jahrhundert seiner Geschichte über.

In Russland werden heute neue Lebensformen für die Zukunft entwickelt. Im 21. Jahrhundert tritt Russland in sein Goldenes und Bulgarien umgekehrt in sein Silbernes Jahrhundert ein. Dann wird Russland zum Zentrum des Slawentums. Das einzige Volk, das sich Danov zufolge aktuell in seinem Goldenen Jahrhundert befindet, ist das bulgarische. Das Goldene Jahrhundert hat in Bulgarien angefangen, als die Weiße Bruderschaft in diesem Land ihre Arbeit aufgenommen hat. Danov erwähnt noch andere Völker, die Einfluss auf die Slawen ausgeübt haben: England, Deutschland, Frankreich und Amerika. Er bezeichnet diese Länder als die vier »Professoren« des Slawentums. Das Slawentum ist die Grundlage, auf der sich alle positiven Züge der weißen Rasse miteinander verbinden.

Danov sagt über die Slawen noch, dass sie sich in Zukunft vereinigen und eine Brücke zwischen Europa und Asien bilden werden. Nach der Vereinigung der Slawen wird sich die ganze Menschheit vereinigen.

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