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Hristo

ORGANISIEREN DES GEISTIGEN KÖRPERS - Bojan Boev

1 Beitrag in diesem Thema

ORGANISIEREN  DES  GEISTIGEN  KÖRPERS

Bojan Boev

 

         Das Organisieren des geistigen Körpers muss die Hauptaufgabe des Menschen sein. Wenn das unbewusst passiert, geschieht dieses Organisieren des geistigen Körpers langsam und fortlaufend im Laufe mehrerer Inkarnationen. So ist es mit den meisten Menschen. Ein Schüler jedoch, muss sich dessen bewusst annehmen. In einem Gespräch hat der Meister einmal speziell über das Organisieren des geistigen Körpers gesprochen und hat Hinweise dafür gegeben.

         Ein Mensch kann seine Evolutionsaufgabe nicht beenden, solange er seinen geistigen Körper nicht organisiert hat. Deshalb muss jede andere Arbeit des Menschen diesem Hauptziel untergeordnet sein. Wie kann man Gott dienen, wenn man sich nicht beherrschen kann, wenn man unbeständig in all seinen Gedanken, Gefühlen und Handlungen ist?

 

         WAS  BEDEUTET  ORGANISIERTER GEISTIGER KÖRPER?

         Das bedeutet, dass immer mehr Göttliche Kräfte den geistigen Körper durchdringen – so wird er zu einem immer besseren Vermittler des Göttlichen. Auf diese Weise werden die Kräfte des geistigen Körpers organisiert: er wird seine Göttliche Natur immer besser äußern und wird den Anregungen folgen, die aus der Göttlichen Welt stammen und nicht den fremden, den Nebeneinflüssen.

 

WIE ERKENNT MAN, DASS DER GEISTIGE KÖRPER ORGANISIERT IST?

Wenn man bei Ärgernis und Schwierigkeiten die Geistesgegenwart verliert, zeigt das einen unorganisierten geistigen Körper. Ein solcher Mensch wird bei der kleinsten Unannehmlichkeit verzweifelt. Er ist unbeständig in seinen Gefühlen und Stimmungen.

Wenn ein Mensch nicht Herr über sich selbst ist, wenn er seine Gedanken, Gefühle und Handlungen nicht beherrschen kann, ist sein geistiger Körper nicht organisiert und er ärgert sich schnell, zeigt Ungeduld, kann sich nicht mäßigen, er handelt erst und bereut danach.

Wenn ein Mensch einen schwachen Willen hat, wenn er seine Aufgaben und Verpflichtungen nicht erfüllt, hat er keinen organisierten geistigen Körper.

 

WIE KANN DER GEISTIGE KÖRPER ORGANISIERT WERDEN?

Jemand könnte sagen, dass man gegen die eigenen Schwächen kämpfen sollte, um sie zu überwinden. Diese Methode kann nicht erfolgreich sein, es ist sogar möglich, dass seine Schwächen stärker werden, denn es gibt ein Gesetz, nachdem das geschieht, worüber man nachdenkt. Wenn du über deinen Schwächen nachdenkst, sei es sogar mit dem Ziel sie zu überwinden, so werden sie, diesem Gesetz nach, stärker. Deshalb soll man mit den eigenen Schwächen nicht kämpfen. Man muss die positive Methode anwenden: nämlich diejenigen Kräfte entwickeln, die den geistigen Körper organisieren werden. Wird er organisiert, so werden die Schwächen und die Mängel von selbst verschwinden.

Das Organisieren des geistigen Körpers kann auf folgende Weisen geschehen:

Vor allem muss man jeden Tag mindestens eine Stunde widmen, um über erhabene Ideen nachzudenken. Jeden Tag muss man eine halbe oder eine ganze Stunde in Einsamkeit bleiben und das Bewusstsein erheben, indem man über das Ewige, das Große in der Welt nachdenkt. In diesen ausgewählten Minuten muss man an Gott denken. Das ist deshalb notwendig, damit man von der Welt, in der man lebt, nicht verschlungen wird und nicht beginnt das zu denken, was die Welt denkt.

Das Erhabene, worauf man sich in dieser bestimmten Zeit konzentriert, wird an dem Menschen arbeiten und mit der Zeit seinen Charakter so ändern, wie der Bildhauer ein Stück Marmor bearbeitet und schöne Formen aus ihm meißelt.

Die beständige Verbindung zu Gott organisiert den geistigen Körper.

Das geschieht hauptsächlich durch unaufhörliches Gebet: beim Essen, bei der Arbeit und auch während des Schlafens. Auf diese Weise fließen in den Menschen höhere Energien aus der Göttlichen Welt ein. Das Gebet ist eine Methode Kräfte von oben zu bekommen.

Das alltägliche Lesen der Evangelien und der Vorträge organisiert den geistigen Körper. Durch solche Arbeit lebt man den ganzen Tag über in einer erhabenen Welt. Das innere Leben steht in Übermacht über das äußere Leben. Ein solcher Mensch überwindet leicht die Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten. Sie können seinen inneren Frieden nicht stören. Der Meister sagt: „Wer die Vorträge liest, ist am nahesten bei mir, denn er kommt in Verbindung mit dem Göttlichen Geist, der durch mich gesprochen hat.“ Eine Schwester sagte: „Ich habe die Art und Weise gefunden froh zu sein, indem ich jeden Tag zwei Vorträge lese.“

Die Liebe organisiert den geistigen Körper.

Sie hat die Zauberkraft alle, die sie berührt, zu verändern, zu organisieren und zu harmonisieren. Der Mensch muss die Liebe in sich ständig verstärken, erweitern – möge sie immer mehr Wesen einschließen, bis sie Liebe zu allem wird.

Alle negativen Kräfte im Menschen, die ein Zeichen des unorganisierten Körpers sind – Bosheit, Hass, Eigennützigkeit u. a. fallen ab, verbrennen unter der Wirkung der Liebe.

Gott zu dienen ist eine wichtige Methode zum Organisieren des geistigen Körpers.

Der Meister hat folgendes Gesetz formuliert: Gott zu dienen bringt Freiheit. Auf Grund dieses Gesetzes bekommt der Mensch indem er Gott dient seine Freiheit. Und was bedeutet Freiheit im tiefen, mystischen Sinne dieses Wortes? Das heißt Befreiung von dem Einfluss der niederen, zurückgebliebenen Wesen, denen der Mensch früher untergeordnet war, in dessen Händen er ein Spielzeug war.

Durch das Gewinnen der Freiheit wird der Mensch Herr seiner selbst – ein Herr seiner Gedanken, Gefühle und Handlungen. Das bedeutet Organisieren des geistigen Körpers.

Die Musik ist sehr behilflich beim Organisieren des geistigen Körpers.

Die Musik von Beinsa Douno verstärkt die Schwingungen des physischen und geistigen Körpers, bringt einen richtigen Rhythmus in sie hinein, ordnet sie wieder neu. Das alles ist Organisieren des geistigen Körpers.

Die Mathematik hat auch eine große Bedeutung beim Organisieren des geistigen Körpers. Sie entwickelt die Verstandesfähigkeit im Menschen und seine Denkkraft. Sein Denken wird immer mehr selbst kontrollierter. Er kann es leiten und es ist nicht mehr wie ein galoppierendes Pferd ohne Führung, das den Menschen bringt, wohin es will.

Der Meister gab uns in der Okkultschule einmal die Aufgabe: jeder Schüler sollte sich mit Mathematik beschäftigen. Er muss alle Mathematikkurse – von der ersten bis der letzten Klasse des Gymnasiums – durchlaufen.

Es gibt ein Gesetz: Alles, was oben, in der geistigen Welt geschieht, manifestiert sich in der physischen Welt. Auf Grund dieses Gesetzes beeinflusst das Organisieren des geistigen Körpers den physischen Körper. Die Kräfte des organisierten geistigen Körpers fließen in den physischen Körper hinunter und festigen ihn, sie verbessern seinen Gesundheitszustand. Außerdem bearbeiten sie den physischen Körper, verschönern ihn, verändern die Gesichtszüge des Menschen.

Sie wirken auch auf die Materie des physischen Körpers selbst und verändern sie. Die Materie eines unentwickelten Menschen ist dichter, härter, unempfänglich für die Schwingungen, die aus den hohen, vernünftigen Welten stammen. Wenn sich der geistige Körper organisiert, wird diese Materie plastisch, reiner und aufnahmefähiger für alles, was aus der Vernünftigen Welt herkommt. Das gibt einen mächtigen Anstoß zur geistigen Erhebung des Menschen.

Die Zellen des menschlichen Körpers sind lebend. Sie sind Zellenseelen. Aber viele von ihnen sind noch schlafend. Der Meister sagte, dass je größer die Zahl der geweckten Zellen im Menschen wird, desto mehr seine Gaben und  Tugenden zunehmen. Der organisierte geistige Körper erweckt viele Zellen des Menschenkörpers.

Wir haben gesagt, dass ein Mensch, der für das Organisieren seines geistigen Körpers arbeitet, seine eigene Evolution beschleunigt. Er bekommt neues Licht, neue Kräfte erwachen in ihm, neue Seiten seiner Göttlichen Natur äußern sich. Alle Menschen sind aber miteinander verbundene Gefäße und alles, was mit einem passiert, kann nicht ohne Auswirkung auf alle anderen, die um ihn sind bleiben, sogar auf diejenigen, die physisch von ihm entfernt sind. Sie alle werden in den Nutzen seines Sich- Erhebens kommen.

So, wenn ein Mensch an sich selbst arbeitet, arbeitet er gleichzeitig auch für das Erheben der ganzen Menschheit. Wenn er aufsteigt, beginnen viele andere in der Welt auch aufzusteigen. Sein Antrieb, seine Bemühungen werden in andere übergehen. Jede seine Errungenschaften, jede Leistung und bestandene Prüfung von seiner Seite wird sich wohltuend auf die anderen auswirken. Mit jedem Schritt, den er nach oben macht, wird er dazu beitragen, dass auch andere diesen Schritt machen.

 

 

(aus den Briefen des Bruders Bojan Boev)

 

Übersetzt von -  Lidia L.

 

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