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mariaK

Vegetarische Ernährung

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Vegetarische Ernährung

 

Eine Schwester teilte mit, als wir von der Gymnastik in den Saal zurückkehrten, dass die in dem Vortrag von heute Morgen geäußerten Worte über den Vegetarismus in ihr neue Gedanken hervorgerufen haben. Dann betrachtete der Meister die Frage nach dem Vegetarismus ausführlicher:

 

Der Beginn des geistigen Lebens ist der Vegetarismus. Er ist auch der Beginn der Erziehung, weil das geistige Leben die Gewalt ausschließt. Niemand kann geistig sein, wenn er kein Vegetarier ist.

 

Das Fleisch ist eine unnatürliche Nahrung, weil es viele giftige Stoffe enthält. Beim Schlachten entsteht beim Tier Angst und Hass, weshalb in seinem Organismus giftige Reaktionen stattfinden. Darin liegt auch die ganze Nervosität der weißen Rasse und die heutige Neurasthenie entsteht zum größten Teil aus denselben Gründen. Auf der anderen Seite beginnt sofort nach dem Tod des Tiers die Verwesung des Körpers und es entstehen Gifte, die Ptomaine, Leukomaine u. a. genannt werden. Die Katze ist sehr klug, weil sie die Maus für sich gewinnt, bevor sie sie frisst, sie lässt sie ein wenig mit sich spielen und wenn sie ihre gute Stimmung spürt, erst dann kneift sie sie auf einmal und frisst sie, um das Fleisch ohne Gift zu bekommen.

 

Da die Schwingungen der Säugetiere niedriger als die des Menschen sind, wird er verhindert, wenn er sie isst. In dieser Hinsicht ist die pflanzliche Nahrung rein. Der Mensch soll sich mit reiner Nahrung ernähren, damit seine Zellen gehorsam sind. Wenn sich der Mensch lange Zeit mit Schweinefleisch ernährt, wird er den Charakter des Schweins einnehmen, wenn er sich mit dem Fleisch des Huhns ernährt, den Charakter des Huhns.

 

Einmal, vor mehr als zweitausend Jahren, ernährten sich Daniil und seine Freunde mit vegetarischer Nahrung und wurden schöner und gesünder als die anderen, die sich mit Fleisch ernährten. Für viele Menschen ist diese fleischliche Nahrung nicht mehr gesund. Die gesündeste Nahrung bis jetzt ist die pflanzliche, aber sie sollte frisch sein. Die Vernunftwesen haben für uns die schönste Nahrung zubereitet und wir haben sie beiseitegelassen und essen Dörrfleisch. Die Pflanzen sind gute Köche und kein anderer kann so gut wie sie kochen.

 

Der Bulgare isst viel Brot, um weicher zu werden. Manche Völker essen zum Frühstück, zum Mittag und zum Abend Fleisch, sie erlangen eine grobe Aktivität im niederen Bereich. Es wird viel Zeit vergehen, bis der Mensch es sich abgewöhnt, Fleisch zu essen. Aber was wird mit ihm geschehen, wenn er 100 Hühner gegessen hat? Man wird ihn in den hundert Hühnern, wenn sie geschlachtet werden, hineinversetzen und er wird ihren Zustand spüren. Das wird sich 100 Mal wiederholen und das ist eine fürchterliche Sache. Schließlich werden die Menschen zu Vegetariern, weil sie sich auf eine innere Weise das Fleischessen abgewöhnen werden. Die Zellen, die aus dem Tierreich zu uns kommen, verbrauchen mehr und geben weniger Energie, die pflanzlichen, die in uns kommen, verbrauchen weniger und geben mehr Energie. Außerdem sind die tierischen Zellen, die wir zu uns nehmen, sehr ungehorsam. Jetzt ist der Mensch stark zurückgeblieben und um sich zu erheben, darf er kein Fleisch essen. Die fleischessenden Tiere sind öfters krank als die Wiederkäuer. Die vegetarische Nahrung ist rein.

 

Die Menschen der Lieblosigkeit sind Fleischesser. Die jähzornigen Menschen sind immer krank. Gibt es einen Kranken, der geduldig ist? Alles erscheint ihm schief, dunkel und er behauptet, dass seine Bedingungen nicht gut seien. Es ist gut, wenn ein solcher Mensch Vegetarier wird, da die pflanzliche Nahrung Geduld gibt. Gut ist es, Tomaten, Gurken, Pflaumen usw. zu essen; solch eine Nahrung ist eine Methode zur Zähmung des Menschen.

 

Der Mensch soll in physischer, mentaler und geistiger Hinsicht Vegetarier werden. Jemand kann in physischer Hinsicht Vegetarier sein, aber nicht in seinen Gedanken und in seinem Umgang. Im Vegetarismus sollte man sich sowohl nach den Gefühlen als auch nach den Gedanken parallel bewegen. Wenn es auch nur einen zerstörerischen Gedanken oder ein zerstörerisches Gefühl gibt, dann ist es Fleischessen. Es ist eine neue Philosophie des Vegetarismus nötig. Der Vegetarismus hat ein Resultat, aber das ist noch nicht dasjenige Resultat, das man haben sollte. Die Früchte sind eine reiche Literatur aus der unsichtbaren Welt und wenn der Vegetarismus in einen höheren Bereich kommt, so wird er auch das erwartete Ergebnis haben. In der Ernährung ist ein mentaler Prozess enthalten. Sie ist eine ganze Wissenschaft. Man wird dir Kartoffeln zu essen geben, um sie zu studieren; anders würdest du sie nicht studieren. Diese augenscheinlich dumme Zwiebel ist ein Philosoph, sie wird dir etwas geben. Du sagst: „ Ich aß Zwiebeln und wurde gesund.“ Wenn du schwach geworden bist und dich entrüstet hast, dann solltest du paar Äpfel essen und du wirst dich erquicken.

 

Eine Schwester fragte: „Dürfen Kinder selbst zwischen Fleisch oder vegetarischer Nahrung entscheiden?“

 

Nein, sie verfügen noch nicht über genügend Urteilskraft. Deshalb sollten ihnen die Eltern vegetarische Nahrung geben. Die vegetarische Ernährung ist eine zukünftige Ernährungsweise für die ganze Menschheit. Deshalb ist der, der jetzt ein Vegetarier ist, aus der Avantgarde der neuen Kultur, die kommt. Seid Gott dankbar für das neue Ernährungsrezept: Kirschen, Birnen, Äpfel. Lasst das Alte. Es wird die Zeit kommen, wenn die Menschen nur Obst essen werden und sich dadurch mit kondensiertem Licht ernähren werden. Die modernen Menschen sind für viele Dinge blind, viele von ihnen können die Blüten des Pfirsichs von denen der Kirschen nicht unterscheiden. Wenn ich in einer Region keine Birnen oder Äpfel sehe, dann gehe ich da vorbei und wenn ich ihre Kronen ausbreiten sehen, bleibe ich. Nach den Früchten erkenne ich, ob es günstige Bedingungen gibt oder nicht.

 

Aus den Erinnerungen von Schwester Natalia Tschakova

 

Es war in den frühen Jahren der Bruderschaft. Der Meister sollte die Gruppe in Burgas besuchen und beim Gruppenleiter Mintscho Sotirov übernachten. So sammelten sich viele Brüder und Schwestern, um das Haus zu putzten und das gemeinsame Essen zuzubereiten. Nachdem das ganze Haus in idealer Reinheit und Ordnung überführt wurde, machten sich alle Brüder und Schwestern daran, die Gerichte für den ersten Tag zuzubereiten. Zu dieser Zeit aßen alle noch Fisch und sagten, dass auch der Meister Fisch gegessen hätte. Ob sie ihn gesehen haben oder nur so erzählt wurde, war nicht ganz klar. Dennoch hat sich die Gruppe entschieden lauter Fischgerichte – Fischsuppen, Krapfen, gebratener Fisch, Majonäse, Kaviar, also viele schmackhafte, meisterhaft zubereitete Fischgerichte aufzutischen, die sehr ästhetisch aufgetischt wurden. Die ganze Gruppe setzte sich an einen langen Tisch im Haus des Gastgebers, der Meister kam und sie luden ihn ein, sich auf dem ersten Platz zu setzen, neben dem Gastgeber. An dem ganzen Tisch saßen Brüder und Schwestern. Der Meister unterhielt sich mit uns – sprach über interessante Dinge - alle hören ihm aufmerksam zu. Aus den Gerichten entwich ihr typischer und für uns angenehmer Geruch und reizte unseren Appetit. Der Gastgeber forderte den Meister auf: „Bitte Meister, das Essen wird kalt.“ Der Meister fuhr jedoch mit dem Gespräch fort. Von der Tafel kam ein den Appetit reizender Geruch, die Zeit war fortgeschritten, und der Bruder forderte den Meister erneut auf: „Bitte Meister, das Essen wird kalt.“ Der Meister sprach weiter über Interessante Dinge, als ob er nichts gehört hätte und lächelte leicht.

 

Der Fisch duftete … Die Mägen streikten … der Meister sprach …

 

Schließich fragte der Meister den Gastgeber: „Haben Sie in Ihrem Garten auch Saubohnen angepflanzt?“ „Ja, Meister, haben wir “, antwortete der Gastgeber. „Ich sage, pflücken Sie einige für mich.“

 

Die Schwester rannte in den Garten, pflückte einige Saubohnen, wusch sie und reichte sie dem Meister. Dann sagte er: „Das Gebet!“ und wir begannen. Alle stürzten sich gierig auf den Fisch, während der Meister Saubohne nach der Saubohne im Salzer tränkte und aß und kein einziges Mal nach den schönen und appetitlich zubereiteten Fischgerichten griff. Dann haben wir verstanden, dass er keinen Fisch isst und wir gewöhnten es uns ab, Fisch zu essen. Ich wüsste nicht, ob welche weiterhin Fisch aßen. Sein Beispiel war stärker als das Moralisieren. Sprach er nicht bis jetzt viele Male über die Barmherzigkeit gegenüber den Tieren? Sind die Fische keine Tiere? Sprach er nicht darüber, dass die tierische Nahrung Giftstoffe enthält? Enthält der Fisch nicht gar die allermeisten Giftstoffe? Ich dankte der Schwester, die mir diese Geschichte erzählt hatte.

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