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mariaK

Der Fest des Frühlings

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Viele begreifen die Wichtigkeit des heutigen Tages nicht, aber für manche wird er denkwürdig bleiben, da heute eine Epoche endet und eine andere, eine neue Epoche beginnt.

Manche von euch können fragen: „Warum?“ - Weil, wenn hier ein berühmter Komponist vorbeigehen und ein Konzert geben würde, die Mehrheit bei der Arbeit sein würde. Manche der Anwesenden würden begeistert sein, und für diejenigen, die von der Musikkunst etwas verstehen, würde das ein denkwürdiger Tag sein.

Da die eingeladenen Gäste der königlichen Hochzeit der Einladung nicht Folge geleistet haben, so sagte der König seinen Dienern, wo sie und wen auch immer sie auf der Straße finden, sollten sie ihn einladen (die Eingeladenen sind wir) und da die Eingeladenen nicht mit Hochzeitskleidern gekleidet waren, so wird für sie der Herr der Hochzeit welche vorbereiten.

Der wichtigste Faktor für eine Seele ist die Auferstehung. Wer den Apfel oder die Birne kostet, erkennt sie; so ist es auch mit der Auferstehung.

Alles, was wir denken und fühlen, ist nicht das wahre Leben, da es sich täglich ändert.

Im Menschen gibt es drei Dinge, die sich täuschen und uns täuschen – der Geschmack, das Herz und der Intellekt: Mit dem Geschmack verleiten wir uns, unseren Magen zu überfordern und fügen uns Leiden zu; mit dem Herzen lieben wir unsere Verwandten, manche von ihnen fügen uns Unannehmlichkeiten zu; der Intellekt reißt uns in den einen oder anderen Wunsch und bereitet uns schwere Kopfschmerzen und Leiden. Aber der Magen, die Seele und der Geist sind die reellen, unveränderlichen, ewigen Dinge, da der Magen soviel Nahrung aufnimmt, wie es ihm nötig ist, wenn ihn der Geschmack nicht missbraucht; die Seele ist diejenige, die uns zeigt, welche unsere wahren Freunde sind und verurteilt uns, wenn wir auf unser Herz gehört und die Freunde gewählt haben, die uns untreu geworden sind. Der Erklärung dient das folgende Gleichnis.

Zwei Freunde gingen durch einen Wald und in diesem Moment traf auf sie einen Bären. Der eine eilte, auf einen Baum zu klettern, der andere, da er es nicht schaffte, legte sich mit dem Blick nach unten gerichtet hin. Als der Bär kam, beschnupperte er ihn und indem der Bär ihn für tot hielt, ging er weiter. Der Erste, als er vom Baum herunterkam, fragte den anderen: „Lieber Freund, was flüsterte dir der Bär zu? – und er antwortete ihm: „Ich darf nicht mit einem solchen Freund losziehen, der mich mitten in der Gefahr allein lässt.“

Ein solcher Freund wurde vom Herzen ohne die Meinung der Seele gewählt. Da die Menschen sich verleiten lassen und ihren Intellekt ohne die Zustimmung des Geistes befriedigen, schaden sie sich selbst. Der Geschmack ist der Agent des Magens, der Intellekt des Geistes, das Herz der Seele.

Wir sollen Christus mit dem Magen, mit der Seele und mit dem Geist erkennen. Die Menschen schauen mit dem äußeren und Christus mit dem inneren Sinn. Jede äußere Form soll den inneren Eigenschaften entsprechen.

Christus will in uns drei Dinge wiederherstellen: den Magen, der lebensnotwendigen Säfte in uns bildet; die eine kleine Welt darstellende Seele, die die Königin unseres Körpers ist; und den Geist, der in uns die gütigen Gedanken bildet.

Je mehr wir uns Gott nähern, desto stärker fühlen wir die Kraft; entfernen wir uns von Ihm, geschieht das Gegenteil.

Wenn wir zu Gott gehen, brauchen wir zwei Dinge: Gleichermaßen sollen wir sowohl die Niederlagen als auch die Gewinne, die Freuden und die Trauer tragen; wir sollen mit Glauben fortschreiten und nicht murren, weil wir weder wissen, welchen Gewinn nach diesem Verlust, noch welche Freude uns nach dieser Trauer erwarten.

In der heutigen Zeit lehrt die Tochter die Mutter und der Sohn den Vater, aber wie kann jemand einen anderen lehren, wenn er sich selbst nicht zuerst gelehrt hatte?

Christus zeigte uns, dass wir mit Freude alles tragen sollen, was uns im Leben ereilt, weil dasjenige, was mit uns geschieht, zum Guten geschieht. Wenn jemand sagt, er könne seine Lage nicht ertragen, täuscht er sich; wenn ihr wollt, werdet ihr können!

Im Leben sollen wir uns weder täuschen noch dürfen wir zulassen, getäuscht zu werden – und dann wird Gott uns das Licht geben.

Dieser Tag ist ein großer, geistiger Tag. Oben geschieht eine offizielle Versammlung auf dem Fest und alle Freunde grüßen euch von dort. Wenn jemand daran nicht glaubt, dann wird bald der Tag sein, an dem jeder das selbst prüfen wird, um sich von der Wahrheit meiner Worte zu überzeugen.

Wer eine kranke Seele hat, fürchtet alles und in allem sieht er eine Gefahr.

Christus kam auf die Erde, um uns vor dem Bösen zu retten.

Die Menschen sind auf der Erde immer unzufrieden und wenn man im Himmel über den Menschen spricht, sagt man: „Die Unzufriedenen der Erde“. Gott wünscht immer, aus den Unzufriedenen Zufriedene zu machen.

Ein reicher Mensch träumte, dass ein anderer reicher Mensch sich entschieden hat, seinen Reichtum zu verteilen, um sich von ihm zu befreien und sich Gott zu widmen. Er lud seinen Reichtum auf Kamele und verteilte ihn von Dorf zu Dorf unter den Armen, einigen in einer Schüssel, anderen in einem Topf. Der betreffende Reiche sagte sich: „Warte, damit ich mir auch etwas hole, so dass ich, so wie ich reich bin, noch reicher werde. Als er jedoch verlangte, antwortete man ihm, dass man ihm geben werde, wenn er sich mit dem Blick nach unten hinlege, damit man eine Kiste über ihn stülpen könne, und man würde soviel hineintun, bis er sage: „Halt!“ Sie begannen, die Kiste nach und nach zu füllen, aber er schwieg und als er Halt sagte, versuchte er sich aufzurichten, aber konnte wegen des Gewichts nicht von der Stelle kommen.

Unser Leben besteht nicht im Reichtum, sondern in unserem Umgang mit Gott. Unser jetziger Zustand trägt den Keim der Zukunft. Die göttlichen Angelegenheiten in uns sind mikroskopisch und vermehren sich, wie das Weizenkorn – gesät, vermehrt es sich in einigen Jahren sehr schnell. Ein göttlicher Gedanke in uns, der gesät wurde, wird nach einiger Zeit hervorsprießen und uns großes Glück bringen. Christus wird kommen, aber wie wird er uns vorfinden? Der Frühling und der Sommer werden kommen, aber wie werden sie den Landwirt vorfinden? Wenn er zeitig seine Felder gesät hat, wird er diesen wohltuenden Frühling nutzen, im Sommer ernten und seinen Speicher füllen; wenn er es versäumt hat, zu säen, wird der Frühling vergehen und der Sommer wird kommen, aber der Landwirt hat den Moment verpasst und diese Tatsache wird ihn mit leeren Händen bleiben lassen.

Heute beginnt eine neue Epoche in der göttlichen Welt. Wie werden eure Namen in das neue Buch des Lebens geschrieben werden?

Wenn wir leiden, wird man kommen, um uns zu helfen. Wehe demjenigen, der niemanden hat, der ihm im Leiden helfen kann.

Bis gestern wurde gesagt: „Geht und predigt, damit sie Buße tun“, aber von jetzt an werden die Gläubigen mit Glauben gerettet werden und Gott wird ihnen helfen. Die schwierigste Sache ist, sich selbst zu retten. Ist es möglich, dich selbst zu retten, wenn du dich im Meer nach einem Schiffsbruch befindest? Und jetzt rettet uns Christus, den einen nach dem anderen mit seinem Schiff und nachdem er uns erlöst hat, wird er uns die Gerechtigkeit lehren und wie wir uns lieben sollen. Um das zu lernen, sollten wir unseren Geist erheben, unseren Verstand erneuern und unseren Körper zum Leben erwecken – dann werden wir Inhaber sein, aber bis dahin können wir keine Bürger des Himmels sein.

Täglich schlagen wir unsere Körper mit unseren Wünschen und Leiden.

Der äußere Körper ist nur ein Gerüst, in dem unser wahrer Körper errichtet wird. Mit diesem Körper erscheinen wir und werden unsichtbar.

Gott wird uns erscheinen, wenn wir reine Gefühle und Gedanken haben – in Christus kann weder ein Mann ohne eine Frau noch eine Frau ohne den Mann sein; wenn der eine fällt, zieht er den anderen hinunter und wenn der andere sich erhebt, zieht er den ersten mit hoch.

Christus ist der Lehrer, der uns unsere Fehler im Leben zeigen wird, wie der Lehrer dem Schüler seinen Fehler im Heft bei der Klassenarbeit zeigt und sie benotet. Ihr alle sollt darum bemüht sein, dass Christus weniger Fehler in eurem Heft findet und euch eine gute Note gibt, wenn er kommt.

Wie die Punkte und die Kommas in den Schülerheften von großer Wichtigkeit sind, so sind sie auch in unserem Leben wichtig, hier und da hält sich Gott bei den Kommas unseres Lebens auf, bei den Punkten hält er sich länger auf, damit wir uns das bis dahin Geschriebene ansehen, damit wir uns ausruhen und weitergehen; und wenn wir das Thema unseres Lebens beenden, sollte es im Geschriebenen einen Sinn geben.

Groß ist derjenige Mensch, der liebt. Derjenige liebt, der dient und nicht derjenige, dem gedient wird. Diener zu sein ist der unedelste Dienst. Gott gibt ihn jedoch als den ehrbarsten an. Gott wird euch in die neuen Lehre des Dienens stellen.

Ihr sollt eine Saat werden.

Fürchtet euch nicht! Fürchtet euch nicht vor dem Teufel, sondern werft ihn aus sich hinaus! Wenn du über das Böse nachdenkst, dann kultivierst du es. Die Frau und der Mann sind nicht böse, aber der Teufel macht sie böse. Deshalb soll die Frau jeden Morgen sehen, dass ihr Mann etwas besser im Vergleich zu gestern geworden ist und der Mann sollte auch dasselbe in seiner Frau sehen.

Nun, mit Singen werdet ihr alles aus euch vertreiben.

Der Mann ist der Herr im Haus.

Der Stein ist nicht auf den Weg gelegt, damit wir stolpern, sondern um aufzupassen, nicht zu stolpern. Wir sind an unseren Leiden schuld.

Ein dankbarer Mensch ist derjenige, der nicht zornig wird. Verurteilt euch nicht gegenseitig, denn jede Verurteilung ist ein gegebener Protest, für den man euch als Zeugen aufrufen wird. Und wie angenehm ist es vor einem göttlichen Gericht Zeugnis abzulegen? Es ist dasselbe wie zu verleumden und die Strafe unseres Bruders zu fordern. Erheben und uns das heutige göttliche Bild des Festes im Himmel vorzustellen. Oben vom Himmel werden Geister herabsteigen, um uns mit dem zufrieden zu machen, was wir haben und mit ihnen kommt Christus. Das wird entweder mit einem Segen geschehen, indem sie nur die jetzige Lage verbessern oder wenn sie sich als unverbesserbar erweist, wird eine Katastrophe kommen und alles von Grund auf vernichten, wie Gebäude mit vermoderten Fundamenten und Sein Werk wird neu beginnen. Wir dürfen keine Angst davor haben!

Christus ist immer über und unter uns. Wir sollten mit Christus in der Seele heimkehren, unsere Seelen und Herzen öffnen und er wird in uns eintreten, um uns zu segnen. Amen

9 (22) März 1914 г.

Ein Vortag des Meisters nach der Niederschrift des Ivan Garvalov

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