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  1. DIE NEUE KULTUR Die Zeiten, in denen wir heute leben, stellen die Belagerung der ganzen christlichen Welt dar. "`Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden."'\footnote{Mt 24,22.} Die Worte, die Christus sagte, charakterisieren die heutigen Zeiten. Heutzutage quälen die Menschen einander, ihre Verkehrsmittel wie Schiffe und Dampfer versinken. Der jetzige Krieg ist der furchtbarste Krieg für die Menschheit. Niemals geschah ein solcher Krieg. Niemals wurden so viele Soldaten mobilisiert. Die kämpfenden Staaten mobilisierten Zehntausend Millionen von Soldaten und alle kämpfen erbittert. Alle Kriege, alle Missverständnisse unter den Menschen beruhen auf dem Ungehorsam der ersten Menschen. Wenn Adam und Eva dem Gebot Gottes gehorcht und es erfüllt hätten, würden diese Dinge heute nicht passieren. Die Welt entstellte sich zuerst wegen Evas, dann wegen Adams Ungehorsam. Beide sind Zeugen des Unglücks und der Leiden der Menschheit. Sie sehen die Folgen des Ungehorsams. So nämlich lernte Eva folgende Wahrheit: Wenn der Wasserhahn im oberen Stockwerk des Gebäudes aufgemacht wird, füllt sich das ganze Gebäude mit Wasser. Es ist schon an der Zeit, dass das Alte vergeht und dass die neuen Menschen kommen -- die Menschen der Verbrüderung, die an das Wohl ihrer Nächsten so denken, wie an ihr eigenes Wohl. Was wird mit den bösen Menschen passieren? -- Sie werden durch gute ersetzt. Was wird mit den schwachen Menschen geschehen? -- Ihnen werden solche Bedingungen bereitgestellt, damit sie stark werden. Sie müssen stark werden, um die Liebe zu manifestieren. Bis jetzt manifestierten nur die schwachen Menschen die Liebe und deshalb waren alle unglücklich. Indem die schwachen Menschen die Liebe in sich tragen, fürchten sie, dass sie ihre ganze Wärme und ihr Licht verlieren, sodass nicht nur sie, sondern auch die Welt verbrennt. Die starken Menschen lassen die gesamte Wärme und das Licht der Liebe frei, um die ganze Menschheit aufzuklären. Was ist das Schlimme daran, dass die Welt über mehr Licht und Wärme verfügen wird? -- Es ist besser, dass es eine Flamme und ein Licht gibt, als Qualm und Rauch. Heutzutage raucht und qualmt die Welt eher und leuchtet nicht. Die Liebe kommt in die Welt. Ihr Licht und ihre Wärme sind nicht mechanisch, sondern organisch und sie reinigen alles. Durch das Licht und die Wärme der Liebe zu gehen, bedeutet für den Menschen, durch Leiden zu gehen, die reinigen und erneuern. Die Liebe trägt das Leben in sich. Heutzutage kämpfen das Gute, die Vernunft und die Gerechtigkeit als Elemente der großen Liebe, der Weisheit und der Wahrheit. Gott legte Seine Macht in ihre Hände. Wer diese Elemente anwendet, wird vom Licht, vom Wissen und von der Freiheit Gebrauch machen und lernen. Derjenige, der sie nicht anwendet, hält das Buch geschlossen, ohne von seinem Licht Gebrauch zu machen. Er wird gezwungen sein, auf das Feld zu gehen, um es zu beackern und umzugraben. Viele fragen sich, warum Adam und Eva die Sünde begingen. Aus zwei Gründen: Einerseits wollten sie wie Gott werden, andererseits wollten sie die verbotene Frucht kosten, um ihren Hunger zu stillen. Sie dachten, dass sie so stark wie Gott sein würden und trennten sich von Ihm. Der Mensch ist stark, solange er mit der Ersten Ursache, mit dem Ganzen verbunden ist. Der Arm ist stark, solange er mit dem Körper verbunden ist. Trennt er sich von dem Körper, kann er nichts machen. Die Stärke des Menschen besteht in seiner Verbindung mit der Liebe. Nur der Liebende, Weise und Wahrheitsliebende verwirklicht seine Wünsche und wird ein Bürger in Gottes Reich. Die Menschen von heute, insbesondere die religiösen, sprechen vom Jenseits, von den Engeln, aber wissen nicht, dass keiner dort ohne Liebe, ohne Wissen und ohne Freiheit eintreten kann. Ihr werdet sagen, dass ihr sowohl Liebe als auch Wissen und Freiheit besitzt. Das sind immer noch menschliche Dinge. Mit menschlichen Dingen nimmt man keinen im Jenseits auf. Dort wird nichts Unreines zugelassen. Ihr werdet sagen, dass Christus für euch mit seinem Blut büßte. Das Blut Christi ist nichts anderes als das Wort, das durch die Liebe, die Weisheit und die Wahrheit in seiner Fülle offenbart wurde. In ihnen gibt es kein Leiden und keine Schwierigkeiten, keine Verluste und Entbehrungen. Der Mensch leidet, wenn er sich von der Liebe entfernt. Dann verliert er seine Gesundheit, seine Gefühle, seine Gedanken und seinen Reichtum. Der Mensch leidet, weil er das Gesetz der Liebe nicht einhält. Die ersten Menschen hielten dieses Gesetz nicht ein und aus diesem Grunde leiden die Menschen bis heute. Sie wurden durch die verbotene Frucht geprüft, damit sie begreifen, wie hoch sie die Freiheit schätzen und wie sie die Liebe verstehen. Auch die heutigen Menschen schätzen den äußeren Reichtum mehr als den inneren. Der Mensch erhebt sich eigentlich durch seinen Verstand, durch sein Herz, durch seine Seele und durch seinen Geist und nicht durch die verbotenen Gedanken, Gefühle und Wünsche. Im Gehorsam und in der Erfüllung der Gebote Gottes steckt die Kraft des Menschen. Die Erbsünde ist also auf den Ungehorsam der ersten Menschen zurückzuführen. Eva beging eine Sünde mit ihrem Herzen und Adam mit seinem Verstand; und auf diese Weise brachten sie ein fremdes Element in das Leben hinein. Dieses Element wird durch das Leiden hinausgeworfen werden. In der Heiligen Schrift steht: "`Die Füße der Frau werden den Kopf der Schlange zertreten."'\footnote{Vgl. 1 Mos 3,15.} Die Ferse, die Sohle des Fußes stellt das Gute dar. Das Gute wird also den Verstand der Schlange zertreten. Der Fuß der Frau wird sich stärker als der Kopf der Schlange erweisen. Freut euch, dass die Zeit gekommen ist, dass die Menschheit sich zum Guten wendet, damit sie das Licht und die Wärme der Liebe aufnimmt. Es ist an der Zeit, die alte Ordnung aufzuheben. Die neue Ordnung bedeutet die Erschaffung einer neuen Welt, in der die Liebe herrscht. Der alten Ordnung wohnt sie nur als Trost der Leidenden bei. Die Liebe sagt zu ihnen: "`Seid Helden, um die Leiden zu ertragen, die euch gegeben werden."' Sie sagt zu dem Schwachen und Kranken: "`Steh auf von deinem Bett und geh vorwärts!"' Der Kranke braucht keinen Trost und keine Ablenkung, sondern Kraft und Impuls. Warum ist Christus vor 2000 Jahren auf die Erde gekommen? -- Um die Bedingungen für das kommende Reich Gottes und das der Menschen der Liebe auf Erden vorzubereiten. Die neue Ordnung wird Tausende Gottesjahre und nicht Menschenjahre dauern. Deswegen sagte man: "`Ihr Reichtum ist auf immer und ewig."' Die Gerechten werden zum Leben erwachen, sie werden Kraft und Macht erhalten und auferstehen. Sie werden den Tod besiegen. Selig seien die Gerechten und die Heiligen. Was stellt der Heilige dar? -- Er bringt Licht für die ganze Menschheit. Er ist rein und leuchtend geboren worden, er ist nicht den Weg des einfachen Menschen gegangen, er ist nicht gefallen und aufgestanden. Er ist stark, weil er mit Gott verbunden ist. Selig sind diejenigen, die die Auferstehung erwarten. Sie bereiten sich darauf vor, sich aus ihren Kokons zu lösen. Der Auferstandene ist ein starker Mensch. In Zukunft erfahren auch die Wildtiere, dass eine neue Epoche in der Welt begonnen hat. Alle Pflanzen, Tiere und Menschen werden sich über die neue Ordnung auf der Welt freuen. Alle werden befreundet sein. Die Erde wird sich transformieren und in ein Paradies verwandeln. Viele fragen, wie lange es noch dauert, bis man an das Ufer gelangt. Das Ufer erblickt man schon. Der Frühling ist nah. Die Zugvögel kommen und kündigen den Frühling an. Heutzutage durchlebt die Menschheit die letzten Tage des Winters. Arbeitet für das baldige Kommen des Frühlings. Sagen wir alle einmütig: "`Das Reich Gottes auf Erden naht schon."' \textit{Und das ewige Leben besteht darin, dich zu erkennen, den einzig wahren Gott, und den, den du gesandt hast, Jesus Christus.\footnote{Joh 17,23.}} \begin{center} 1. Juli 1942, 7.00 Uhr -- Die Sieben Rila-Seen\footnote{Aus dem Bulgarischen Angela Angelova.} \end{center}
  2. SCHÖNHEIT UND SANFTMUT "`Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme."'\footnote{Joh 18,37.} \end{quote} Schön und sanftmütig ist die Liebe. Schön und sanftmütig ist die Weisheit. Schön und sanftmütig ist die Wahrheit. Durch sie offenbart sich Gott der Welt. \begin{quote} "`Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten."'\footnote{Joh 4,24} \end{quote} \begin{center} 1. Juli 1942, 5.00 Uhr -- Die Sieben Rila-Seen\footnote{Aus dem Bulgarischen Angela Angelova.} \end{center}
  3. ANWENDUNG DER LEBENDIGEN ZAHLEN \chapter[Anwendung der lebendigen Zahlen]{ANWENDUNG DER LEBENDIGEN ZAHLEN} \begin{flushright} Nachdenken \end{flushright} Studiert ihr die lebendigen Zahlen, werdet ihr sehen, dass jede Zahl eine Anwendung im Leben hat. Jeder Zahl liegt ein Wort zugrunde, das einen Inhalt und eine Bedeutung hat, die der Zahl selbst entsprechen. Also hat jede Zahl einen Bezug zu etwas. Der Zahl eins liegt das positive Teilchen \textit{Ja} zugrunde. In der Zahl zwei nimmt das Wort \textit{Nein} teil. Das Wort Eintracht liegt der Zahl drei zugrunde. Der Zahl vier liegt das Wort Arbeit zugrunde. Der Zahl fünf liegen die Worte \textit{vorwärts mit Liebe} zugrunde. Wenn ihr zu den Dingen kommt, die eine Beziehung zu euch haben, sollt ihr denken und die Richtung eurer Bewegung bestimmen. Wenn euer Gedanke mit dem göttlichen Gedanken im Einklang ist, werdet ihr die richtige Richtung einschlagen und \textit{Ja} sagen. Bei dem Gegenteil werdet ihr \textit{Nein} sagen. Das negative Teilchen zeigt, dass der Mensch von dem Weg, den er geht, nicht abweichen darf. Wenn du versprochen hast, Gott zu dienen, wirst du dein Versprechen mit dem Teilchen \textit{Ja} bestätigen. Kommt aber in diesem Moment ein anderer Wunsch, der dich vom Dienen abbringt, wirst du ihn mit dem Teilchen \textit{Nein} verneinen. Wie immer man dich auch von deinem Versprechen, Gott zu dienen, abbringen wird, du sollst unabhängig und unerschütterlich bleiben. Solange der Mensch in seinem Versprechen der Ersten Ursache gegenüber standhaft bleibt, gibt er dem göttlichen Ursprung in sich einen Vorzug. Wird der Mensch von den Menschen abhängig, befindet er sich auf dem Gebiet des Menschlichen. Wer im Göttlichen lebt, ist stark wie ein Felsen: Niemand ist imstande, ihn von dem Posten, den er eingenommen hat, zu verdrängen. Nur Derjenige kann dich verdrängen, der dich auf diesen Posten gesetzt hatte. Also nur Gott kann dich von diesem Posten verdrängen. Kommt ein anderer, um dich abzulösen, wirst du sagen: "`Ich bewege mich nicht von der Stelle."' Beim Dienen Gottes wirst du positiv sein und \textit{Ja} sagen. Kommt das Menschliche, was dich abbringen möchte, wirst du \textit{Nein} sagen. Nach dem positiven Teilchen kommt das Einverständnis des Menschen, das zu tun, was Gott bestimmt hat. Also, der im Positiven bestätigte Mensch ist mit allem einverstanden, was Gott bestimmt hat. Wenn er sein Einverständnis erklärt, dann beginnt der Mensch, für Gott zu arbeiten. Letztendlich lässt er sich in seiner Arbeit von dem Gedanken inspirieren, dass er durch die Liebe vorwärtsschreitet. Alle Menschen streben nach der Liebe, aber letztendlich bleiben sie enttäuscht. Warum? -- Weil sie auf die menschliche Liebe stoßen, die mehr zerstört und weniger errichtet. Die göttliche Liebe ist positiv und aufbauend. Wenn der Mensch in sie eintritt, sieht er, dass der Einzige, der ihn liebt und die Bedingungen für sein Wachstum gewährleistet, Gott ist. Er sendet das Sonnenlicht und die Sonnenwärme zu allen lebendigen Wesen. Er schickt das Brot für den Menschen. Christus sagt: "`Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist."'\footnote{Joh 6,51} Also kommt das Brot von oben, vom Licht und von der Wärme der Sonne. Sagt ihr in eurer Seele zu etwas ja, so weicht von euren Worten nicht ab. Gott sagte Adam, nicht von den Früchten des verbotenen Baumes zu essen und er sagte ja, er versprach, das göttliche Gebot zu erfüllen. Als der Verführer kam und ihn veranlasste zu essen, wiederholte er nicht die Worte, die er vor Gott aussprach und leugnete. Jona hatte den Wunsch, nach Westen, nach Spanien zu gehen, aber Gott sagte zu ihm, er solle nicht dorthin, sondern nach Ninive gehen, um den dortigen Bewohnern zu predigen, dass sie Reue zeigen sollen. Jona hörte nicht auf Gott und reiste nach Spanien, wo man ihn zur Strafe ins Meer warf. Hier wurde er vom Fisch verschlungen und musste drei Tage in dessen Bauch verbringen; nach einem langen Gebet spuckte ihn der Fisch am Ufer aus. Nun, wenn dir Gott sagt, vorwärtszugehen, gehe und denke nicht nach. Auch wenn es Schwierigkeiten gibt, gehe vorwärts! Kehrst du um, werden die Schwierigkeiten und die Gefahren größer sein, als wenn du nach dem Gebot Gottes vorwärtsgehst. Was für Schwierigkeiten auch immer vor dir liegen, du wirst sie überwinden. Kehrst du um, werden die Schwierigkeiten größer und unüberwindbar werden. Jona kam aus dem Wal heraus, nachdem er sich selbst versprochen hatte, das Gebot Gottes zu erfüllen. Er hatte die Bereitschaft zu gehorchen. Wenn du nicht gehorchst, wird dich der Tod verschlingen; gehorchst du, wird dich der Tod aus sich hinauswerfen, so wie Jona vom Fisch ans Ufer hinausgeworfen wurde. Gott schuf den Menschen am sechsten Tag -- ein Tag der starken Tätigkeit, ein Tag der Erschaffung eines neuen Menschen. Die Aufgabe des heutigen Menschen besteht darin, zu hören und zu sehen, was Gott im Menschen selbst schafft. Ein neuer Mensch wird erschaffen. Er ist der Mensch, der nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde -- der Mensch des neuen Lebens. \begin{center} \textit{Das ist das neue Leben, Dich zu erkennen, den Einen wahren Gott und Jesus Christus, den Du gesandt hast.} \end{center} \begin{center} 26. Juni 1942, 5.00 Uhr 1942 -- Die Sieben Rila-Seen\footnote{Aus dem Bulgarischen Mariya Kireva.} \end{center}
  4. LEBENDIGE ZAHLEN \begin{flushright} \textit{Nachdenken} \end{flushright} Oft spricht man über die Zahlen im Sinne von Zahlenwerten als auch im Sinne von lebendigen Größen. Die lebendigen Zahlen teilen sich in Kategorien: von 1 bis 10 -- das sind die Zahlen aus der göttlichen Welt, die Zahlen von 10 bis 100 sind aus der Welt der Engel, von 100 bis 1000 aus der menschlichen Welt, von 1000 bis 10 000 aus der Tierwelt, von 10 000 bis 100 000 aus der Pflanzenwelt und von 100 000 bis 1 000 000 aus der Welt der Mineralien. Denkt nach über die lebendigen Zahlen und über ihre Bedeutung im Leben. Unter den Worten lebendige Zahlen verstehen wir solche Zahlen, die in einem jeden Moment dem Menschen dienlich sein können. Die Zahlen haben nicht nur eine Bedeutung, wenn sie einen Zahlenwert bestimmen, sondern auch, wenn sie die Richtung der Dinge vorgeben. Es ist nicht gleich, ob sich die eins links, rechts, oben oder unten vom Menschen befindet. Ist sie rechts vom Menschen, dann bedeutet sie Sonnenaufgang, ist sie links von ihm, dann bedeutet sie Sonnenuntergang, ist sie oben -- Zenit und unten -- Mitternacht. Die vier Richtungen der physischen Welt -- Aufgang, Untergang, Zenit und Mitternacht, sind nicht nur mechanische Punkte oder Lagen, sondern stellen auch vier Prozesse, vier Phasen oder Zustände dar, die das Bewusstsein durchläuft. Unter diesem Gesichtspunkt meinen wir den Sonnenuntergang, wenn wir sagen, dass ein Mensch nach links gegangen ist. Ich werde das erste Kapitel aus dem Buch Genesis vorlesen. "`Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde."'\footnote{Gen 1,1.} Bei der Zahl eins schuf Gott Himmel und Erde -- das ist der erste Schritt nach rechts. "`Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser."'\footnote{Gen 1,2.} Bei der Zahl zwei war die Erde wüst und leer, der erste Schritt nach links. "`Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht."'\footnote{Gen 1,3.} Bei der Zahl drei erscheint das Licht, der erste Schritt nach oben, der Zenit der Sonne. Bei diesem Zustand blitzt im Bewusstsein des Menschen die Idee auf, dass er nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde. "`Und Gott sah das Licht, dass es gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis."'\footnote{Gen 1,4.} Bei der Zahl vier wird sich der Mensch bewusst, dass das Licht etwas Gutes ist. Diese Zahl ist der Dienst, dem der Mensch nachgehen muss. Das ist die Zahl des Dienens. "`Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag."'\footnote{Gen 1,5.} Im Bewusstsein des Menschen gibt es Licht und Finsternis -- Tag und Nacht. Der Tag bedeutet -- Jungfrau, Jugend, die Nacht -- Ruhe und Alter. In der Zahl fünf wurde erst die Jungfrau, die Jugend geboren. Der Tag gibt die Bedingungen für die Äußerung der Tätigkeit, der Energie; die Nacht gibt Bedingungen für die Ruhe, sie bringt Ruhe und Dunkelheit. Die Nacht bedeutet auch Alter, das heißt die Versöhnung des Menschen mit den Widersprüchen. Das Alter ist die äußerste Grenze der Widersprüche. Folglich, um sich mit den Widersprüchen des Lebens zu versöhnen, muss der Mensch alt werden. Zwischen der Jugend und dem Alter gibt es eine gewisse Zeitperiode. Nun, damit sich der Mensch mit den Widersprüchen versöhnen kann, muss eine kürzere oder längere Periode vergehen. Die Versöhnung, das Fertigwerden mit den Widersprüchen und deren Auflösung geschieht nicht sofort. Was bedeuten für euch die vorgelesenen Verse? Welche Beziehung haben sie zu eurem gegenwärtigen Leben? -- Wenn ihr wisst, wie Gott den Himmel geschaffen und geordnet hat, werdet ihr wissen, wie ihr eure innere und äußere Welt bilden könnt. Dieses Wissen verbirgt sich in den lebendigen Zahlen. Pythagoras eröffnete seinen Schülern nur die Bedeutung der lebendigen Zahlen von 1 bis 4 und euch wurde die Bedeutung der Zahl 5 eröffnet, da die Zeiten sich beschleunigt haben. Seid damit zufrieden, was euch bis jetzt offenbart wurde und was bevorsteht, in Zukunft eröffnet zu werden. Das, was euch heute eröffnet wurde, stellt den Weg dar, auf dem wir auf die göttlichen Segnungen treffen. Ihr sollt diesen Weg studieren und ihn befolgen. Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit. Die Dunkelheit ist mit furchtbaren Dingen verbunden: mit Schlangen, Tigern, Löwen, Erdbeben, mit dem Tod. Das Licht und die Dunkelheit sind Prozesse, die im Bewusstsein vor sich gehen. Betrachtet man sie als äußere, mechanische Prozesse, verlieren sie ihre Bedeutung. Die Prozesse Tod und Leben sind ebenfalls nicht nur äußerliche, mechanische, sondern innere bewusste Prozesse. Man sagt über jemanden, dass er gestorben sei. Das ist kein mechanischer Prozess, sondern ein organischer. Dieser Mensch ist in die Erde gesät worden und nach gewisser Zeit wird er wachsen, das heißt auferstehen. Wenn der Mensch nicht stirbt, kann er nicht auferstehen. Tod und Auferstehung sind zwei Prozesse, die im menschlichen Bewusstsein stattfinden. Nur wer gestorben ist, nur der hat die Möglichkeit, aufzuerstehen; wer nicht gestorben ist, der kann nicht auferstehen. Zu sterben, das bedeutet, die furchtbarsten Widersprüche zu durchlaufen und dann aufzuerstehen. Jona verbrachte drei Tage im Bauch des Fisches und dann ist er auferstanden. Als ihn Gott zum Predigen nach Ninive schickte, weigerte er sich, das sah für ihn gefährlich aus. Aber als er drei Tage im Bauch des Fisches verbracht hatte, sah er, dass es etwas Gefährlicheres als die Aufgabe gab, die Gott ihm erteilt hatte. Dass Jona vom Fisch verschlungen wurde, ist kein gewöhnlicher Tod, sondern der Übergang vom Licht in die Finsternis. Das ist dasselbe, wie von der Höhe in einen Abgrund zu fallen. Der umgekehrte Prozess ist das Aufsteigen, das Hinausgehen ins Licht oder die Auferstehung. In der Heiligen Schrift steht: "`An dem Tag, an dem Du von den Früchten des verbotenen Baumes isst, wirst du sterben."'\footnote{Vgl. 1. Mos, 2,17.} Gott befahl Adam, nicht von den Früchten des verbotenen Baumes zu essen, aber er gehorchte nicht und übertrat das Gebot Gottes. Gott befahl Jona, nach Ninive zu gehen und zu predigen, er hielt sich jedoch nicht an das Gebot. Beide verloren die guten Bedingungen des Lebens und gerieten in den Tod: Adam verlies das Paradies, Jona kam in den Bauch des Fisches. Beide kamen vom Licht in die Finsternis, vom Leben in den Tod. Wegen eines Apfels haben Adam und Eva das Paradies verloren. Der Apfel hätte schön sein können, aber er barg in sich Gift. Wer von den Früchten dieses Apfels essen wird, wird sterben. Um sich zu retten, soll er sich ergeben. Adam übertrat das Gebot Gottes und versteckte sich. Lange Zeit suchte Gott im Paradies nach ihm, Adam schwieg jedoch -- zum ersten Mal wendete Adam das Schweigen an. Schließlich fand ihn Gott und fragte ihn: "`Adam, warum versteckst du dich?"' "`Ich habe mich, Herr, vor deinem Antlitz gefürchtet."' Das Gespräch zwischen Gott und Adam ist das zwischen der Seele und ihrem Schöpfer. Adams Verlassen des Paradieses stellt den Anfang des menschlichen Lebens, die Rückkehr in das Paradies, das Ende dieses Lebens dar. Tritt der Mensch erneut ins Paradies ein, werden für ihn die Leiden aufhören und er tritt in das neue Leben, in das Leben der Freude und Fröhlichkeit ein. Das irdische Paradies befindet sich an den Polen -- am Südpol und Nordpol. Der Mann lebt am Südpol, die Frau am Nordpol. Also befindet sich Adams Paradies am Nordpol und Evas Paradies am Südpol. Der Nordpol stellt außerdem die Verstandeswelt, der Südpol die geistige Welt dar. Das sind Symbole, derer wir uns bedienen können, um gewisse Ideen zu klären. Spricht man über das Paradies, kommen im Bewusstsein des Menschen als Kontrast die Begriffe Hölle und Sünde hervor. Über diese Begriffe darf man nicht viel nachdenken und sprechen. Warum? -- Weil das reine Tuch leicht schmutzig wird. Es reicht, es ein paar Mal mit den Händen zu wenden und es wird unrein. Danach soll es gewaschen werden. Die Sünde lässt sich nicht leicht reinigen. Das ist ein Schlamm, der seinen Ursprung in der fernen Vergangenheit hat. Nur die Offenbarung ist in der Lage, ihn zu beseitigen, nur sie ist in der Lage, etwas Wertvolles aus ihm zu machen. Über großes Wissen muss der Mensch verfügen, um sein Bewusstsein von den Flecken des sündhaften Schlamms zu befreien. Sagst du jemandem ein beleidigendes Wort oder richtest du einen schiefen Blick auf ihn, wirst du dir große Mühe machen müssen, bis du dein Bewusstsein von der Finsternis befreien kannst, die das Bewusstsein überschattet hat. Um mit der Sünde fertig zu werden, soll der Mensch sein Bewusstsein erheben und in das neue Leben eintreten. Es ist an der Zeit, dass sich die Menschen aus dem jetzigen Zustand herausbegeben und die alten Ansichten, die Kritik, die sie mehr behindert, als aufklärt, ablegen. Studiert die Welt, die Gott geschaffen hat, ohne sie zu kritisieren. Die Aufgabe des Menschen ist zu lernen und das Gelernte anzuwenden, um den Sinn des Lebens und seine Bestimmung als Mensch zu verstehen. \begin{center} \textit{Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.} \end{center} \begin{center} 25. Juni 1942, 5.00 Uhr -- Die Sieben Rila-Seen\footnote{Aus dem Bulgarischen Mariya Kireva.} \end{center}
  5. DER AUFSTEIGENDE WEG Die göttliche Welt ist Licht, eine Welt der Ordnung, eine Welt der ewigen göttlichen Harmonie, die die leuchtenden Wesen im Universum verbreiten, das von Gott als Äußerung Seines Ruhms und Seiner Herrlichkeit geschaffen wurde. Eine Welt ohne Licht ist die Welt der Unordnung -- sie ist eine Welt, die die göttliche Hand benötigt. Eine Welt ohne Wasser ist eine Welt der Dürre, die den göttlichen Frieden, das Leben der Freude benötigt. Benutze die Gefälligkeit der kleinen Ereignisse im Leben, um Gutes zu tun. Benutze die Gefälligkeit der kleinen Ereignisse, um deiner Seele gegenüber gerecht zu handeln, die die Bürde aller Seelen trägt. Benutze die Gefälligkeit der kleinen alltäglichen Ereignisse im Leben, um deine Vernünftigkeit zum Ausdruck zu bringen. Nur so wird die Seele stark im Guten, in der Gerechtigkeit und in der Vernünftigkeit. Auch das kleinste Ereignis gibt einen Impuls zum Guten, das aus Gott kommt; das kleinste Ereignis gibt einen Impuls zur Gerechtigkeit; das kleinste Ereignis gibt einen Impuls zur Vernünftigkeit. Jede Nachlässigkeit dem Guten, der Gerechtigkeit, der Vernünftigkeit gegenüber ist eine Ursache für die Leiden im Leben des Menschen. Du leidest, da du dem Guten gegenüber nachlässig bist. Du leidest, da du der Gerechtigkeit gegenüber nachlässig bist. Du leidest, da du der Vernünftigkeit gegenüber nachlässig bist. Verlasse den schlammigen Weg, wo alles im Nebel ist und schlag den aufsteigenden Weg der Liebe ein. Verachte nicht die kleinsten Blümchen, die du auf dem Weg triffst. Verachte nicht die Tautropfen, die du auf den welken Blättern siehst. Verachte nicht das Zwitschern der kleinen Vögel, die sich unterhalten. Verneine auch nicht das kleinste Lied des Lichtes, das deine Seele erfreut. Verweigere auch dem kleinen Käfer, der um dich herum brummt und betet, deinen Gefallen nicht. Wenn er auf deinem Knie landet, sage ihm: "`Ich danke dir für den kleinen Gefallen und für das kleine Gute, das du mir bringst."' Danke nicht den beißenden Fliegen, die dich beißen, sondern den kleinen Käfern, die dich streicheln. Die beißenden Fliegen sind die schlechten Menschen, die kleinen Käfer die guten Menschen. Sprich klar und deutlich und näsle nicht. Jeder Mensch, der auf zwei Stühlen sitzt, näselt. Jeder Mensch, der nicht weiß, wie er handeln soll, ist ein Unglücksrabe. Wähle in der Welt des Guten und des Bösen, in der du lebst, an erster Stelle das Gute und zwinge das Böse, dem Guten zu dienen. Verbinde die Freundschaft nicht mit dem Bösen. Das ist die schwerste Last, die du tragen kannst; die schwierigste Arbeit, die man verrichten kann; die schwierigste Lehre, die man erreichen kann; die größte Überraschung, der du begegnen kannst. Das Böse hat nur einen Freund -- die Liebe. Lerne erst den Freund des Bösen -- die Liebe -- kennen, dann das Böse selbst. Berühre das Feuer nicht mit dem Finger, sondern mit der Feuerzange. Die Welt des Guten und des Bösen ist die göttliche Welt. Dringe nicht frühzeitig in diese Welt ein -- sie ist nicht dein Ort. Solange du nicht über das Wissen und die Kräfte der fortgeschrittenen und vernünftigen Seelen in der göttlichen Welt verfügst, wirst du immer leiden. Das Leiden, das nicht genutzt werden kann, ist ein Hindernis für die Seele. Das Leiden, das genutzt werden kann, ist eine Heldentat für die Seele. Freue dich über die kleinen Güter, die Gott dir täglich und ununterbrochen sendet, um dich in deinem zur Liebe führenden Wege zu stützen. Wenn du in den Grenzbereich der Liebe kommst, dann wird sie dir die Schönheit der göttlichen Welt eröffnen. Ohne Liebe sind die göttlichen Güter unerreichbar. Mit Liebe stellen die göttlichen Güter Fäden dar, aus denen das ganze Leben gewoben ist. Der Geist ist derjenige, der mit seinem Licht das gute Leben des Menschen webt. Begib dich in das Licht des Geistes, damit Gott dich segnet. Nutze die Berührungspunkte des Lichts. Nutze die Möglichkeiten des Lichtes. Nimm Rücksicht auf den kleinsten Schimmer des Lichts, um die unbekannten Wege des Lebens zu entdecken. In ihnen sind die göttlichen Freuden verborgen, die vom Himmel herabsteigen. Die Erde ist der Ort der göttlichen Schätze, von denen du täglich Gebrauch machst. Dort ist sowohl der Staub als auch das Gold wertvoll. Das Wort Staub (\foreignlanguage{bulgarian}{прах}, prach) ist bedeutungsvoll. Auf Bulgarisch hat es zwei Bedeutungen: als Substantiv (\foreignlanguage{bulgarian}{прах}, prach, Staub) und als Verb (\foreignlanguage{bulgarian}{прах}, prach, wusch). Der Mensch wäscht, um den Staub zu beseitigen. Alles Verstaubte soll gereinigt werden. Das Wort (\foreignlanguage{bulgarian}{прах}, prach) ist mit dem Begriff Reinheit verbunden. Das Wort Reinheit ist mit der göttlichen Welt verbunden. Also führt der Staub zur Reinheit, die Reinheit zur göttlichen Welt. In der vernünftigen Welt ist der Staub so wertvoll wie das Gold, wie die Edelsteine, wie die süßen Früchte, wie das reine fließende Wasser. Der Staub ist die Feder, mit der das irdische Leben geschrieben ist. Liebst du ihn, ist er Einheit; liebst du ihn nicht, dann verteilt er sich und bereitet dir Schwierigkeiten. Verachte denjenigen nicht, der dich quält. Liebe ihn, da du durch ihn zu Gott zurückkehren wirst. Arbeite bewusst und vernünftig an dir, um mit dem Staub fertig zu werden und dich von ihm zu befreien. Es ist vorzuziehen, mit dem Staub fertig zu werden, als den höchsten Stand in der Welt einzunehmen. Zu herrschen, ohne mit dem Staub fertig geworden zu sein, das ist die Eitelkeit des Lebens. Wenn du herrschst, nachdem du mit dem Staub fertig geworden bist, dann befindest du dich in der Freude des Lebens. Wenn du dich freust, dann ist viel Staub in deinem Leben; trauerst du, ist wenig Staub in deinem Leben. Der Staub singt dem Leben sein Lied, aus dessen Teilchen das Leben entstanden ist. Begrüßt mit Freude das Wort Gottes, das in eure Seelen kommt. Das Wort Gottes bringt göttliche Güter. Was auch immer in eurem Leben geschieht, gut oder böse, freut euch. Gott wird alles in das Gute umwandeln. Dort, wo Gott ist, dort sind Leben und Tod eins. Seid auf ewig in Gott, damit er auf ewig in euch ist. Studiert die wertvollen Worte der Liebe. Studiert das Wort, das aus Gott kommt. \begin{center} 23. Juni 1942, 5.00 Uhr -- Die Sieben Rila-Seen\footnote{Aus dem Bulgarischen Mariya Kireva.} \end{center}