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  2. DAS TESTAMENT DER FARBIGEN STRAHLEN DES LICHTES DIE LICHTES View File DAS TESTAMENT DER FARBIGEN STRAHLEN DES LICHTES DIE LICHTES Petar Danov (Beinsa Douno) Editorial Bialo Bratstvo Submitter Hristo Submitted 02/26/2019 Category Books  
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    DAS TESTAMENT DER FARBIGEN STRAHLEN DES LICHTES DIE LICHTES Petar Danov (Beinsa Douno) Editorial Bialo Bratstvo
  4. Musik und Singen – Mittel zum Erreichen des Göttlichen Stilles Gebet Nun, lesen wir einige von den Themen (Es wurden einige von den Themen „Der Unterschied zwischen Willen und Eigenwillen“ vorgelesen.) Habt ihr ein anderes Thema? – Nein. Das werden wir für das nächste Mal lassen. Der Meister spielt mit der Geige und acht junge Brüder singen leise das Lied vor: „Duhat Bojii, –„Der Geist Gottes, Duhat Wechnii, – der ewige Geist, Duhat Svjatii, – der heilige Geist, Duhat Blagii, der gütige Geist, Koj pulni sarza ni s Ljubov.“ Wer erfüllt unsere Herzen mit Liebe, wer erfüllt (3) Wer erfüllt unsere Herzen mit Liebe, (2) mit Liebe (3 Mal) Wer erfüllt unsere Herzen mit Liebe. (2) Das zweite Mal sangen sie das Lied mit dem Meister ohne Geige. Das dritte Mal sangen sie es wieder mit dem Meister, aber sehr leise. Jetzt singen wir alle gemeinsam „Duhat Bojii“. (2 Mal) „Duhat Bojii“ ist als Berührungspunkt in der Okkulten Musik ein okkulter Übergang. Ich werde euch jetzt sagen, wo sich die okkulten Berührungspunkte befinden und wo die zeitgenössische Musik in Okkultmusik übergeht und warum es beim Singen einen Sinn gibt. (Der Meister singt allein.) „Duhat Bojii, Duhat Wechnii, Duhat Svjatii, Duhat Blagii, Koj pulni surza ni s Ljubov.“ Diese Worte sind ein okkulter Übergang, sie sind ein Übergang im okkulten Sinne. Singt jetzt mit Bewegungen und betätigt währenddessen den Willen. Beim okkulten Singen sollt ihr aufmerksam sein. Verlasst jetzt all eure Traditionen. Ich möchte, dass ihr als Schüler beim Singen frei seid. Damit der Wille sich am Singen beteiligen kann, müsst ihr die Hände bewegen. Die zeitgenössische Oper ist sich dessen bewusst. (Der Meister singt allein und vollzieht Bewegungen). „Duhat Bojii“ (Er erhebt seine Arme langsam und machtvoll nach oben.) „Duhat Vechnii“ (Er senkt die Arme vor seinem Gesicht, vollzieht einen Kreis und bringt sie in eine waagerechte Lage.) „Duhat Svjati“ (Die Hände werden zum Kreis vor dem Gesicht geformt, nach oben und dann fast senkrecht.) „Duhat Svjati“ (Dasselbe, nur die Hände bleiben waagerecht.) „Koj palni“ (Die Hände sind vor der Brust.) Surza ni s Ljubov (Die Arme werden seitlich weit gestreckt. Von dort vollziehen sie leichte Bewegungen wie beim Fliegen. Sie befinden sich in der waagerechten Lage. Bei „surtsa ni“ werden die Arme nach außen gestreckt.) Das Erfüllen ist ein Prozess der Erweiterung. „Koj palni“ (Die Hände vor der Brust.) „Surza ni s Ljubov“ (Die Arme werden nach außen gestreckt, das Herz weitet sich. Bei den anderen Worten werden Bewegungen des Fliegens vollzogen.) Wenn ein Luftballon mit Gas gefüllt wird, dann beginnt er sich zu erweitern und aufzusteigen. Wenn ihr Bewegungen des Fliegens vollzieht, dann werdet ihr feststellen, dass es in diesen Bewegungen Harmonie gibt. (Der Meister singt allein: „Duhat Bojii… Wer erfüllt ...“) „Wer“ hat eine zweifache Bedeutung. Es ist Frage und Antwort zugleich. Der Geist Gottes, der erfüllt – eine Antwort. Und wer erfüllt unsere Herzen mit Liebe? -- Der Geist Gottes, der ewige Geist und so weiter. Das sind Attribute. Nun, was ist der Unterschied zwischen dem heiligen Menschen und dem lichten Menschen? Ich kann heilig und licht sagen. Als Schüler müsst ihr bestimmte Begriffe haben. Du gehst zum heiligen Menschen und der lichte Mensch kommt zu dir. Du gehst zu der Wasserquelle. Der heilige Mensch ist eine Quelle, du gehst zu ihm und er erfüllt dich; du stellst dein Herz zur Verfügung. Der lichte Mensch ist die angezündete Kerze. Dieses Licht kommt zu dir. Du gehst nicht zu diesem Licht, sondern es wird zu dir kommen. Folglich ist der Prozess zweifach: Du gehst zum Heiligen und der Lichte kommt zu dir. Gott ist heilig und licht. Als Licht kommt Er zu uns und als Welt gehen wir zu Ihm. Folglich kann der Heilige Geist eure Herzen erfüllen. Also geht das Herz zum Heiligen Geist. Wenn wir vom „lichten Geist“ sprechen, dann meinen wir unseren Geist. Gütig (blag), ewig, die Welt, all das sind Wörter, welche miteinander verbunden sind. Wer erfüllt unsere Herzen? -- Der Geist Gottes. Diese Übungen singen wir mit Bewegungen. Singt mit Bewegungen, wenn ihr in euer Haus eintretet. Ihr spannt euren Willen zur Arbeit ein. Viele dieser Übungen singen wir mit Bewegungen. Wenn du jetzt bei den Worten „Der Geist Gottes“ (der Meister singt „Der Geist Gottes“ und vollzieht Bewegungen mit den Händen) bei Ihm bist, dann vollziehst du dieselbe Erweiterung. Lasst euch davon nicht stören, ob ihr diese Bewegung richtig vollzogen habt oder nicht. Es gibt ein inneres Gesetz der Bewegungen. Wenn diese Bewegung in Harmonie mit euren Gedanken und Gefühlen ist, dann fühlt ihr euch angenehm. Wenn es Unstimmigkeiten gibt, dann werdet ihr spüren, dass diese Bewegung nicht richtig ist. Das ist das Gesetz der Freiheit. Ihr singt, bewegt euch und dient Gott mit eurem Verstand, mit eurem Herzen, mit eurem Willen und mit dem ganzen Körper. Alles muss in Bewegung sein. Alles muss an der Musik teilhaben. So harmonisiert sich unser Körper. Manchmal denkt ihr, dass ihr ohne Musik leben könnt. Nur die Toten können ohne Musik leben, die Lebenden nie! Nur die Toten können ohne das Wort leben und die Lebenden nie! Nur die Toten können ohne Brot leben, die Lebenden nie! Nur die Toten können ohne Wasser leben, die Lebenden nie! Nur die Toten können ohne Gedanken leben, die Lebenden nie! Manch einer fragt: „Kann man ohne Singen leben?“ Man kann. Als Paganini gefragt wurde: „Kannst du auf drei Saiten spielen?“, antwortete er: „Ich kann.“ „Auf zwei?“ – „Ich kann.“ – „Auf eine?“ - „Ich kann.“ „Kannst du dann ohne Saiten spielen?“ – „Ich kann.“, und dann ist er nicht erschienen. Auf diese Weise harmonisieren wir uns uns durch das Singen. Durch das Singen ziehen wir jene Kräfte in der Natur an, die mit uns harmonieren. Das ist das Gesetz der Anziehung. In der Tat, jetzt gibt es nichts, was ich euch lehren kann. Der junge Bursche und die junge Frau, sie wissen es. Warum singen die Vögel? Warum singen die männlichen Vögel? Sie haben seit Langem gelernt, sich nach diesem Gesetz zu richten. Die Säugetiere, die Kühe, sie muhen manchmal auch. Es gibt immer ein Gesetz, dem sie unterliegen. Dieses Muhen ist eine andere Art des Gesangs. Das Singen zieht immer an. Singen wir harmonisch, dann ziehen wir die Geister der Musik immer an. Nachdem sie angezogen wurden, werden sie etwas sehr Schönes bringen – Erneuerung. Nach unserem Lied und nach dieser Inspiration geschehen auch Veränderungen in unserer geistigen Welt. Singt als erstes vom Herzen. Die okkulte Musik lässt solch ein oberflächliches Singen nicht zu. Sie möchte Inhalt, sie möchte Tiefe. An erster Stelle singst du mit Gefühl und dann feilst du am Gesang. Also kommt das Feilen danach. Wir können noch keine okkulten Lieder singen. Das sind kleine Übungen, ich nenne sie so. Wenn ich sie euch als Lied singen würde, dann würdet ihr alle einschlafen und nicht mehr hier sein. Ihr schlaft ein und nachdem ihr wach geworden seid, sagt ihr: „Ich war irgendwo, in einer Welt und in was für einer Welt!“ Das ist jetzt noch kein Lied, das ist eine Übung, deshalb seid ihr hier und schlaft noch nicht. Deshalb nenne ich sie Übungen. Ihr sagt: „Könnten wir ein okkultes Lied singen? – Nein, das könnt ihr nicht! Unter den jetzigen Bedingungen kann kein okkultes Lied gesungen werden. Das sind okkulte Übungen. All unsere Lieder, sogar auch diese, die sonntags bei den Treffen gesungen werden, sind Übungen. Sie werden Lieder genannt, aber es sind nach meinem Verständnis Übungen. Manche sind den Liedern näher, andere ferner. Jetzt lernen wir die Übung mit Bewegungen! (Wir haben „Duhat Bojii“ zwei Mal mit Bewegungen gesungen.) Singt jetzt „Blaga duma ...“! (Alle singen mit dem Meister zusammen und am Ende spielt der Meister.) Es gibt da etwas Hinderndes. (Der Meister singt allein „Blaga duma“, und dann singen alle zusammen.) Jetzt werden zwei Menschen das Lied singen „Blaga duma na ustata, tui e kljuchat kam sartsata“ und alle zusammen werden den Refrain singen.) Jetzt singen wir „Venir, Benir“. (Der Meister spielt – wir alle singen. Danach singen wir: „Izgrjava slunzeto“, „Sladko medeno“) Jetzt mögen die Freunde kommen, die Schüler. (Die acht jungen Brüder kamen zum Tisch.) Singt „das stimmlose Singen“. (Der Meister spielt mit der Geige einen schönen Marsch und die Brüder summen, ohne ihren Mund zu öffnen.) (Originelles Singen) Das ist eine Übergangslage zur okkulten Musik. Es kann euch etwas komisch erscheinen, aber es war schön, nicht wahr? Wir werden die Übungen erweitern. Wir werden angenehme Dinge in der Musik erschaffen. Merkt euch, dass die Kinder, wenn sie ihre Übungen machen, immer lachen. Wenn die Menschen lachen, dann arbeiten sie. Lachen sie nicht, dann sind sie krank oder der Wille nimmt nicht am Arbeiten teil. Der gesunde Mensch ist immer fröhlich. Es ist ein Grundsatz: Wir sollen immer fröhlich sein! Das ist der gesunde Zustand. Folgendes könnt ihr beim Lesen der Bibel feststellen: überall dort ist von Menschen die Rede, die froh und fröhlich sind. Das Leben ist schön, wenn es fröhlich ist. Und der Zustand voller Gram ist immer negativ, sie sind nicht biblisch, sie sind außerhalb der Bibel. Die positive Lehre, die okkulte Lehre drückt sich in Freude aus, das andere ist nur ein Schatten. Folglich müssen wir uns in Gram, in Leiden und in Mühen immer freuen. Ich mache eine kleine Bemerkung und diese Bemerkung richtet sich an euch. Das ist das Gesetz. Wenn ihr einen Kranken zu einem Berg bringt, was geschieht dann mit ihm? -- Er wird gesund. Denkt ihr, dass dieser Kranke mit seinen Krücken laufen wird, wenn ihr ihn auf den Gipfel bringt? Nein, er wirft sie weg. Er atmet reine Luft. Nun möchte ich euch auf diese Bergspitze bringen. Ihr werft all eure Krücken weg. Wir benötigen keine Krücken! Ohne Krücken! Oben ist es weit, es gibt eine große Weite. Hier liegt der Sinn. Manche sagen, dass die Erde ein Jammertal sei, der Schatten der Erde. Dem ist nicht so. Für den Menschen, der die göttlichen Gesetze nicht kennt, für den ist die Erde ein Jammertal des Todes, ein Schatten des Todes. Aber für denjenigen, der die Gesetze versteht, für ihn ist die Erde ein Ort der Freude und der Wonne. Ich möchte euch von all euren Vorurteilen, die ihr habt, befreien. Denn einer der größten Irrtümer, den euch die schwarze Loge suggeriert, ist, dass ihr nicht singen und euch nicht freuen dürft. „Es bedarf des Singens nicht, du wirst schweigen.“ Das ist das eine. Dann sagen sie: „Du wirst nicht viel essen.“ „Du wirst nicht beten, du benötigst kein Gebet.“ Ohne Singen, ohne Essen, ohne Gebet! Na, was ist dann der Sinn des Lebens, wenn du das Essen, das Singen und das Gebet abziehst?“ Was bleibt dann übrig? Das ist das Fundament des Lebens! Zu essen, das ist die erste Kunst, mit dem der Mensch beginnt. Nun sagt Christus: „Wer mich isst, der hat Leben in sich.“ Das Essen im okkulten Sinne, das ist eine große Wissenschaft. Durch das Essen bilden wir eine Gemeinschaft mit dieser Wissenschaft, mit uns selbst und mit Gott. Diese Wissenschaft wurde heute weggeworfen. Wir werden uns bemühen, all diese göttlichen okkulten Gesetze zu verinnerlichen, damit wir fröhlich werden, d. h auf göttliche Weise fröhlich sind. Das wird nicht sofort geschehen. Denkt nicht, es sei eine leichte Arbeit, dass der Mensch fröhlich werde. Es gibt Übergangszustände. Die große Freude zieht den großen Gram nach sich. Wir werden mit dem Kleinen beginnen und allmählich wird diese Freude größer werden, bis sich in euch der Wille entwickelt, damit ihr diese Freude beherrschen könnt und damit diese Freude immer in eurer Seele bleibt. Jetzt ist unsere Freude von etwas Materiellem bedingt. Der Gegenstand unserer Freude ist immer etwas Materielles. Wenn der Gegenstand unserer Freude zerstört wird, dann ist unsere ganze Freude zerstört. Der Gegenstand darf nicht materiell sein. Weil die Liebe die Substanz der göttlichen Welt ist, sind alle Dinge in der göttlichen Welt aus Liebe gemacht worden; dort ist die Liebe die Substanz. Dasjenige, was für uns auf der Erde das Erhabenste ist, bildet den Boden, auf dem alle Lebewesen aus der göttlichen Welt leben. Folglich ist die Liebe über uns und dort schreiten die göttlichen Wesen auf der Liebe. Und ich sage: Die Füße dieser Wesen denken mehr als eure Köpfe. Die Beine derjenigen, die auf der Liebe laufen, denken mehr, als unsere berühmtesten Philosophen hier auf der Erde. Wir müssen uns all diesen Dingen aus Liebe bewusst werden. Substanz muss es geben. Dann werden wir Dinge und Gegenstände haben, die nicht zerstört werden können. Die Liebe wird der Grund und das ewige Prinzip sein; dann werden wir nicht trauern, sondern immer fröhlich sein. Deshalb erforschen wir die Liebe als die große Realität und nicht als etwas Abstraktes. Sie ist die große Realität und wir streben sie an; in ihr gibt es Musik. Unsere Instrumente werden wir aus Liebe machen. Mit der Liebe werden wir singen und spielen. Wenn ihr in die göttliche Welt eintretet, dann werdet ihr dort die erhabeneren Dinge verstehen; dort werdet ihr sie als Schüler erlernen. Deshalb nehmen wir das Singen und die Musik nur als Hilfsmittel, wodurch wir dieses göttliche Ziel erreichen können. Stilles Gebet. Siebter Vortrag der Allgemeinen Okkultklasse, zweiter Jahrgang, 12. November 1922, Sonntag, Sofia.
  5. Die Lieder der PanEuRythmie View File Die Lieder der PanEuRythmie Submitter Hristo Submitted 11/06/2018 Category New Category  
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    Die Lieder der PanEuRythmie
  7. Denke gerade [richtig]! Sei immer treu, wahrhaft, rein und gütig! Nachdenken Was zeigt das Knattern eines Autos? Wenn ihr in einen Staat kommt, der wie ein Auto furchtbar knattert, ist dann dieser Staat sicher? Die zeitgenössischen Menschen haben die richtige Denkweise verloren. Das Schwierigste ist, dass der Mensch gerade denkt. Eine der wichtigsten Aufgaben des zeitgenössischen Menschen ist es jedoch zu lernen, richtig zu denken. Gerade zu denken, ist eine Kunst, ist eine Wissenschaft. Ich stelle euch eine andere Frage: Was ist das für ein Ort, durch welchen ein Fluss fließt und breiter und seichter wird? Antwort: ein Tal. Was ist das für ein Ort, durch den ein Fluss fließt und immer tiefer und schmaler wird? Antwort: ein Gebirgsort. Wie sind die Bedingungen eures Lebens, wenn es sich erweitert? -- Es sind die Bedingungen des Feldes und des Tals. Wenn es so ist, dann müsst ihr die Bedingungen, unter denen die Berg- und Talbewohner leben, studieren; denn das Leben der einen unterscheidet sich grundlegend vom Leben der anderen. Ihr sagt: „Es sind gewöhnliche Dinge, die uns nicht besonders interessieren.“ Ja, aber wenn ihr die gewöhnlichen Dinge aus der Sicht eures inneren Lebens studieren würdet, dann würdet ihr den Sinn verstehen, der in ihnen verborgen liegt. Ich sage: Jeder Tag bringt einen großen Gedanken mit sich, ein großes Gefühl und eine große Handlung, mit welchen man sich auseinandersetzen muss. In dieser Hinsicht stellen jeder große Gedanke, jedes große Gefühl und jede große Handlung Steine dar, auf welche der Mensch, wenn nicht anders so zumindest das Datum ihrer Erscheinung auf der Erde niederschreiben soll. Also, jeder Tag erfordert von euch, euch mit einem wichtigen Gedanken, einem wichtigen Gefühl und einer wichtigen Handlung zu befassen, unabhängig davon, wie mikroskopisch klein sie auch sein mögen. Erfüllt ihr dies nicht, so ist euer Tag unbemerkbar vergangen und durch nichts gekennzeichnet. Bis jetzt ist das Streben der Menschen sehr allgemein. Sie möchten möglichst schnell groß werden und viele Dinge mühelos erwerben. Das möchten auch die kleinen Kinder. Sie hegen den Wunsch, möglichst groß zu werden. Wie groß kann der Mensch werden? In Bulgarien ist die Durchschnittsgröße, welche der Mensch erreichen kann, beispielsweise 175-180 cm. Ich frage: Was hat der Mensch erreicht, wenn er 175 oder 180 cm groß geworden ist? Wenn die Größe den Menschen groß und genial machen würde, was würden wir dann von jenen großen Bäume sagen, welche viele Meter hoch sind? Wenn die Größe das Maß für die Bedeutung der Dinge ist, dann müssen diese Bäume groß und genial sein. Ist das so? Viele sagen: „Der Mensch muss groß werden, er muss in der Höhe und in der Breite groß werden und dabei rank und schlank sein.“ Wer ist eurer Meinung nach schlanker? Die hundertjährige Eiche oder ein großer, stattlicher Mensch? Die hundertjährigen Bäume geben mit ihrer Dicke und Beständigkeit an, und die Menschen geben mit der Beweglichkeit ihres Körpers an. Der ganze Körper des Menschen soll sich durch seine Beweglichkeit und durch die Funktionalität seiner Muskeln unterscheiden. Wenn ihr beispielsweise einen Menschen betrachtet, so muss jeder Gesichtsmuskel die Ideen ausdrücken, welche ihn bewegen. Dann muss der Mensch in seinen Bewegungen der Ausdruck seiner Ideen sein. Sein Gang soll vollkommen seine Ideen zum Ausdruck bringen. Wenn ihr einen Menschen betrachtet und seht, dass er bei seinen Bewegungen krumme, gebrochene Linien vollzieht, indem er nach links und nach rechts und von einer zur anderen Seite schwankt, dann erkennt ihr seine Ideen und seinen Charakter. Dann seht ihr, dass ein Mensch mit gesenktem Kopf geht, ein anderer mit erhobenem Haupt, ein dritter mit hängenden Mundwinkeln, mit struppigen Augenbrauen, und ihr sagt: „Das geht nicht.“ Nein, so geht es nicht. Das ist eine Disharmonie der Linien, welche in keiner Weise im Himmel zugelassen werden kann. Denkt ihr, eine solche Disharmonie könnte bei den Engeln existieren? Wenn ein Mensch das Vollkommene anstrebt, die hellen Ideen, dann werden die Linien seiner Bewegungen harmonisch, stetig und plastisch. Ich spreche nicht vom Körper als Form, sondern als Ausdruck der hellen und heiligen, göttlichen Gedanken. Wenn die Linien der Bewegungen im Menschen disharmonisch sind, ist er dazu verurteilt, verschiedene Krankheiten zu entwickeln. Überhaupt ist die Ursache aller Krankheiten die Erschöpfung des Nervensystems im Menschen. Wenn der Mensch sich mehr darum kümmert, materielle Güter zu erwerben als seine Gedanken und Gefühle zu entwickeln, dann erkrankt er an Tuberkulose. Der Mensch ist nicht verpflichtet, die Welt auf dem Rücken zu tragen, noch hat die Welt die Pflicht, sich um ihn zu kümmern. Viele moderne Menschen möchten, dass die anderen an sie denken, sie rühmen, ihnen Sträuße schenken und ihnen Kränze für ihre Errungenschaften überreichen. Ich sage: Diese Menschen betrachten das Ganze einseitig. Sie wissen nicht, was ihnen wegen der Sorgen, die sich die Menschen ihretwegen machen, zustoßen kann. Es gibt kein größeres Unglück für einen Menschen, als wenn die Menschen an ihn denken und ihn rühmen. Stellt euch vor, ihr geht auf der Straße und begegnet Menschen, welche sich um euch kümmern und ständig an euch denken. Was sollt ihr tun? Ihr müsst sie immer grüßen, weshalb ihr ständig mit gesenktem Kopf geht, also mit einem Kopf, der sich ständig bewegt. Wenn diese Menschen aber zu Besuch kommen, müsst ihr sie gut empfangen, zum Essen einladen und euch mit ihnen unterhalten. Ist es leicht, mit Tausenden Menschen fertig zu werden? Denn wenn ihr den Vorteil von Seiten der Menschen akzeptiert, müsst ihr auch eure Pflichten ihnen gegenüber wahrnehmen. Die zeitgenössischen Menschen sind gegenüber ihren Rechten sehr anspruchsvoll, aber gegenüber ihren Pflichten nachlässig. Ein Mensch betet beispielsweise für jemanden zu Gott, dass er ihm helfe und ihn segne. Wenn dieser Mensch den Segen Gottes erhält, dann muss er auch gewisse Pflichten demjenigen gegenüber auf sich nehmen, der für ihn gebetet hat und ihm zumindest ebenfalls den göttlichen Segen bringen. Dabei muss er selbst seinem Nächsten den Segen bringen und nicht sein Diener. Als Schüler müsst ihr beim positiven Leben bleiben, beim Harmonischen in ihm. In dieser Hinsicht könnt ihr von den weltlichen Menschen lernen, welche ebenfalls ihre Schulen und Lehrer haben. Lernt denn der Kaufmann nicht, wie er handeln soll? Aus der unsichtbaren Welt werden Lehrer für die Menschen aus allen Berufen und Handwerken gesandt. Von den Fähigkeiten der Schüler hängt die richtige Lage des einen oder anderen Berufes im Leben ab. Dasselbe kann man auch von den religiösen Menschen sagen. Die religiösen Menschen haben auch ihre Lehrer, die sie lehren, woran sie glauben sollen. Aus der unsichtbaren Welt wird einem religiösen Menschen eine Vision gegeben; einem anderen wird eine erhabene Idee überbracht, die er sofort in die Tat umsetzen soll, wenn er aufgestanden ist. Durch seine Engel arbeitet Gott an allen guten Menschen; Er erscheint ihnen und veranlasst sie, tätig zu werden. Deshalb steht in der Heiligen Schrift geschrieben, dass Gott nicht nur im Himmel, sondern auch in den Herzen aller guten und demütigen Menschen lebt. Wie, denkt ihr, kann Gott in einem Herzen leben, das ständig weint und protestiert? Es steht geschrieben: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“ Er lebt nur in denjenigen Herzen, wo es Liebe, Glaube und Hoffnung gibt, das heißt in den Herzen der Kinder, in denen es keinen Gram und keine Verzweiflung gibt. Das bezieht sich auf das hohe, auf das bewusste Leben des Menschen. Und in diesem Leben gibt es Gram, aber solch einen Gram, der die Seele des Menschen erhebt. Leidet der Mensch bewusst, dann ist er nahe bei Gott. Es steht in der Heiligen Schrift: „Rufe mich an am Tag der Not.“ (Psalm 50, 15) Leidet der Mensch, ohne den Sinn der Leiden zu verstehen, dann ruft, weint und protestiert er, bis Gott schließlich einen seiner Diener schickt, um ihm zu helfen. Kommt der Diener Gottes zu euch, wird er nur ein paar Augenblicke bei euch bleiben und euch dann wieder verlassen. Was wird er denn den ganzen Tag machen? Gibt es einen Sinn, dass er sich eure Beschwerden anhört, dass dieser oder jener euch beleidigt hat, oder dass ihr nicht richtig gegessen habt oder dass ihr keine Schuhe und keine Kleidung und so weiter habt? Der geistige Mensch ist mit allem zufrieden. Groß kann ein Mensch genannt werden, der, wenn er einen Verlust von 100.000 Lewa erleidet, sich mit seiner ganzen Demut an Gott wendet und sagt: „Herr, ich danke dir für all das, was ich durch den Verlust dieses Geldes gewonnen habe.“ Ich sage: Nur solch ein Mensch ist in der Lage, sich über fünf Lewa zu freuen, die ihm jemand gibt. Die materiellen Güter, welche die Menschen erstreben, sind nur für die noch nichtfortgeschrittenen Seelen von Bedeutung. Und deshalb seht ihr, dass Gott solchen Menschen Häuser, Felder, Reichtümer und Geld gibt, welche ihnen als Vergnügungsmittel dienen. Den fortgeschrittenen Seelen sagt Gott: „Ihr braucht kein Geld, keine Reichtümer, keine Felder; ihr müsst euren Blick nach oben richten, zum unergründlichen Firmament und dort sollt ihr die Sterne, den Mond und die Sonne erforschen.“ Manche von den Schülern, die für Gott arbeiten wollen, packen ein Kind aus der Welt, welches noch spielen möchte, und bringen es in die Schule, um aus ihm einen Schüler zu machen. Sie sagen ihm, es müsse sich von all seinen Puppen und seinem Spielzeug trennen. Denkt ihr, dass dieses Kind mit der Arbeit in der Schule zufrieden sein wird? Es wird sich schnell langweilen und wieder hinaus in die weite Welt gehen. Dieses Kind ist mit dem Spielen noch nicht fertig, und es gibt keinen Grund, ihm das Spielzeug vorzeitig wegzunehmen. Ich ziehe daraus die folgende Schussfolgerung: Der Schüler, der um des Geldes und um des Reichtums willen leidet, zeigt, dass er noch ein Kind ist. Er wurde vorzeitig gezwungen zu lernen. Die Auseinandersetzungen unter den Schülern lassen sich auf materielles Gewinnstreben und auf Rangordnungskämpfe zurückführen. Wenn ihr in diese Situation kommt, dann müsst ihr zugeben, dass in euch keine Demut, keine Sehnsucht, Schüler zu sein, vorhanden ist. Die Demut wird von innen und nicht von außen erlangt. Jetzt wird von allen Reinheit und Aufrichtigkeit verlangt, dass ihr euch nicht so darstellt, wie ihr nicht seid. Kann einer, der sich in seinem Leben ausschließlich mit materiellen Dingen beschäftigt, geistiger Mensch genannt werden? Die zeitgenössischen Menschen gelten als Christen, suchen aber nur materielle Dinge. Sie gelten als Christen, möchten aber von Gott Gesundheit, die sie so nutzen dürfen, wie sie wollen. An Eines sollt ihr euch erinnern: Christus ist in die Welt gekommen, um die Menschen zu lehren, Gott zu erkennen und Ihm zu dienen, und nicht Reichtümer und Glück zu erlangen. Was sehen wir bei den zeitgenössischen Menschen? Wenn sie dasjenige nicht erreichen, was sie wünschen, beginnen sie, Gott zu kritisieren und an Ihm zu zweifeln. Möchte der Mensch Gott kritisieren, dann wird er für seine Taten eines Besseren belehrt. In dieser Hinsicht ist der Himmel unerbittlich. Ihr müsst den Namen Gottes heiligen! Das ist die erste notwendige Bedingung zur Wahrung der Reinheit der Seele. Wenn ihr euch von Kritik freimacht, werdet ihr Bedingungen haben, um euren Charakter zu bilden. Wenn es um Kritik geht, dann kann ich sagen, dass ihr gewöhnliche Menschen seid, welche aus Erde gemacht wurden. Was geschieht dann mit euren Söhnen und Töchtern? Nachdem sie ein paar Jahre auf der Erde gelebt haben, sterben sie. Was kann denn von den Menschen, die sterben, gesagt werden? Ihr sagt: „Wenn wir sterben, dann gehen wir zumindest ins Jenseits; dort ist es besser als im Diesseits.“ Ich sage: Was der Mensch auf der Erde verdient hat, das wird er auch im Jenseits bekommen. Nichts wird unverdient gegeben. Ihr sagt: „Kultur brauchen die zeitgenössischen Menschen!“ Was bedeutet das Wort Kultur? Bearbeiten. Stellt euch dann vor, dass ein zeitgenössischer Mensch für sich ein schönes Haus mit Garten baut, in welchen er Blumen pflanzt, unter denen sich aber eine große Zahl von Würmern, Fliegen und Käfern ansiedeln. Wenn die Blumen an diesen Würmern kaputt gehen und welken, was nützt ihm dieser Garten? Dabei hütet er Hühner, die den ganzen Tag herumstochern und nach Würmern suchen. Was nützt ihm dann der Garten? Danach zieht dieser Mensch schöne Kleider an, welche der Mode entsprechen und kommt aus einem aufwendig und teuer gebauten Haus heraus, welches nur der Verführung der Menschen dient. Ich frage: „Welchen Sinn haben die schönen Kleider und das teure Haus? Kann so etwas Kultur genannt werden? Die schönen Kleider, die teuren Häuser haben nur dann einen Sinn, wenn unsere Brüder, die göttlichen Gesandten, in ihnen frei ein- und ausgehen können. Ein heiliger Gedanke steigt aus der göttlichen Welt und klopft an die Türen dieser schönen Häuser: „Bitte, öffnet mir, ich bin ein Gesandter aus der höheren Welt und möchte bei euch zu Besuch kommen. Ich bin ein Reisender, ich komme aus der Ferne.“ – „Ich unterhalte mich gerade mit meinem Mann. Der Herr hat mir einen schlechten Mann gegeben, mit dem ich ständig streite. Ich empfange niemanden, ich bin schlecht gelaunt.“ Wenn der göttliche Gedanke – der Gesandte Gottes – zurückkehrt, dann sendet Gott am nächsten Tag die Krankheit Diphterie. Er sagt: „Du gehst in dieses Haus, packst das Kind dieser Frau, die dich gestern nicht empfangen hat, am Hals, und nimmst es ins Jenseits mit.“ Nach ein paar Jahren sendet Gott einen anderen Gedanken – einen Gesandten in dieses Haus, aber diesmal zum Ehemann. Der Gesandte klopft an die Tür und sagt: „Bitte, empfangt mich in eurem Haus. Ich bin ein Wanderer und komme von weither; ich möchte euch besuchen.“ – „Ich kann niemanden empfangen, weil ich nicht so viel verdiene, wie ich für die Bedürfnisse meiner Frau brauche. Geh woanders hin!“ Es vergeht keine lange Zeit, und im Geschäft dieses Herrn kommt es zu einer Krise: Er verliert auf einmal eine Summe von 100.000 Lewa. Ich frage: Versteht ihr jetzt, worin die Ursachen für die Leiden und das Unglück, welche die modernen Menschen ereilen, liegen? Denn alle Leiden und Prüfungen der Menschheit liegen in der Tatsache begründet, dass die Menschen die göttlichen Gesandten nicht empfangen, sondern sie weg- und zurückschicken. Das bedeutet, das Göttliche in euch nicht zu empfangen. Wer von euch hat gegen den Namen Gottes nicht schon gefrevelt? Wer hat an Ihm nicht schon gezweifelt? Ihr sagt: „Wir haben gegen den Namen Gottes nicht gefrevelt.“ Ich sage: Gegen Gott zu freveln bedeutet nicht, unmittelbar gegen seinen Namen zu freveln. Es reicht aus, dass ihr gegen denjenigen frevelt oder kritisiert, der Gott dient. Welche Worte, welche Erfindungen sind Ihm nicht zugedichtet worden? All dies wird hinter seinem Rücken getan. Ihr sollt Tapferkeit zeigen! Wenn ihr über jemanden etwas sagen möchtet, dann geht zu ihm und sagt ihm alles, was ihr möchtet, ins Gesicht. Es gibt nichts Hässlicheres als hinter dem Rücken eines Menschen zu reden. Deshalb sage ich: „Wenn ihr möchtet, dass Gott euch segnet und eure Angelegenheiten sich gut entwickeln, dass ihr gut lernt, gute Kinder habt, dann denkt über jeden Menschen, der den Willen Gottes erfüllt und ihm dient, gut. Wenn ich euch sage, dass ihr gut von einem solchen Menschen denken sollt, dann versteht es sich, dass ihr über den Gott, der in ihm lebt und Dem er dient, auch gut denken sollt. Dasselbe gilt auch für mich. Ich bin von Gott gesandt worden, um den Menschen den Weg zu zeigen, den sie gehen sollen, und um sie anzuleiten, Gott so zu dienen, wie sie ihm bis jetzt noch nie gedient haben. Wenn ihr daran interessiert seid zu erfahren, wer ich bin, dann werdet ihr es von Gott erfahren. Ihr geht zum Ihm, und ihr werdet erfahren, wer ich bin und warum ich gekommen bin. Ich spreche nicht von mir, sondern sage, dass ich auf die Erde gekommen bin, damit ich den Menschen den wahren Weg zeige, auf dem sie Gott dienen können. Wenn ihr also wissen möchtet, wer ich bin, dann geht zuerst zu Gott und dann kommt zu mir, damit ich euch den Weg zeigen kann, auf dem ihr euch bewegen sollt. Wenn ihr einen anderen findet, der euch den Weg zeigen kann, dann geht zu ihm. Jemand sagt: „Christus zeigt uns den Weg.“ – Ich freue mich, dass ihr Christus finden könnt. Es ist gleichgültig, wer euch den Weg zeigt, ob Moses, Christus oder Mohammed; aber einer muss euch den Weg zeigen. Einer ist derjenige, der euch den Weg zeigen kann, es sind nicht zwei. So hat es Gott angeordnet. Und wenn ich sage, dass ich euch den Weg zu Gott zeigen kann, dann müsst ihr wissen, dass ich kein Selbsternannter bin. Der Selbsternannte kann den Menschen nie den Weg zu Gott zeigen. Deshalb sage ich: Wenn ihr zu Gott gehen möchtet, dann lernt zuerst, ihn zu lieben. In der Heiligen Schrift steht geschrieben: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, mit deinem ganzen Verstand und mit deiner ganzen Kraft.“ Wer kann heute sagen, dass er Gott, Christus oder seinen Lehrer in dieser Weise liebt? Was habt ihr für Gott, für Christus, oder für euren Lehrer geopfert? Das wahre Opfer liegt nicht in materiellen Dingen, die ihr ihm geben könntet. Wenn es um materielle Dingen geht, so hat sie Christus zu seiner Zeit nicht benötigt, noch benötigt er sie heute. Christus war einer der besten Ärzte: Er hat die Augen der Blinden geöffnet, die Toten zum Leben erweckt und außerdem hat er über eine Wissenschaft verfügt, die heute niemand kennt. Ich frage: Kann so ein Mensch hungrig oder nackt bleiben? Deshalb hat jeder, der heute mit Christus und in seinem Namen arbeitet, die Kraft, dasjenige zu tun, was auch Christus getan hat. Lassen wir jetzt diese Frage beiseite. Eines ist wichtig für mich: Wenn ich nach meiner langjährigen Arbeit in Bulgarien die Bulgaren lehren kann, den Herrn so zu lieben, wie es in der Heiligen Schrift steht, so wird das zur ersten hellen Seite in meinem Leben. Denn ich habe zwei wichtige Seiten in meinem Leben: Die eine ist die dunkle, schwarze Seite, welche voller Schmach und böser Worte über mich ist, weil ich es gewagt habe, die Wahrheit vor den Augen der Menschen zu sagen. Die zweite Seite ist die helle, schöne Seite meines Lebens, weil ich die Menschen gelehrt habe, Gott mit ihrem ganzen Herzen, mit ihrem ganzen Verstand und mit ihrer ganzen Kraft zu lieben. Ich sage: Euch als Schüler des Lichts steht die Aufgabe bevor, den Geist Gottes von den Geistern jener kleinen nicht fortgeschrittenen Seelen, welche nur die Menschen behindern, aber sie nicht auf dem Weg zu Gott leiten können, zu unterscheiden. Deshalb müsst ihr, wenn ihr als Schüler fortschreiten möchtet, jeden schlechten Gedanken aus eurem Verstand verbannen, ihr müsst jedes schlechte Gefühl aus eurem Herzen entfernen. Wenn ihr dann Christus sucht, wird man euch zeigen, wo er ist. Sucht ihr Buddha, Mohammed, Krishna oder Moses, wird man euch zeigen, wo sie sind. Wenn ihr die Engel sucht, dann werdet ihr auch sie finden. Aber geht ihr, um unter ihnen zu leben, werdet ihr zweimal unglücklicher werden, als ihr wart. Warum? – Weil die Engel schön sind; sie leben ein absolut reines Leben, mit welchem ihr nicht zurecht kämet. Deshalb wird man euch bald wieder auf die Erde schicken, und ihr werdet dort eure Entwicklung beenden. Jeder Engel hat eine bestimmte Mission im Kosmos. Wenn er zu euch kommen möchte, dann ist es nur deshalb, weil er euch einen Segen von Gott überbringen möchte. Nachdem er seine Arbeit verrichtet hat, verlässt er euch sofort wieder. Bliebe er länger bei euch, entstünde im Kosmos eine innere Veränderung, eine innere Disharmonie. Die Engel kommen nur zum Menschen, um einen göttlichen Gedanken oder ein göttliches Gefühl zu überbringen, die er entwickeln soll. Wenn ihr euren Verstand, euer Herz und euren Willen verbessern möchtet, dann benötigt ihr eines: Ihr sollt Gott lieben. Der wichtige Gedanke, den ich euch gebe, ist: Erkennt Gott, liebt Gott! Bis jetzt habe ich euch nicht gesagt, dass ihr euren Besitz verkaufen und ihn an die Armen verteilen sollt. Das haben andere gepredigt. Noch habe ich gesagt, dass ihr heiraten müsst. Wer heiraten möchte, ist frei, es zu tun. Aber wer Gott erkennen und Ihm dienen möchte, ist nicht frei zu heiraten. Möchte ein solcher Mensch heiraten, dann wird seine Braut noch am selben Abend abgeholt. Er hat ein Versprechen gegeben, Gott zu dienen, und er muss sein Versprechen einhalten. Seid frei in euren Handlungen, aber seid in allem aufrichtig, gerecht, gütig und klug. Jemand möchte Kaufmann werden. Er ist frei, ein Kaufmann zu werden, aber als solcher muss er ehrlich, klug, gerecht und gut sein. Ein anderer möchte Anwalt werden. Soll er ein Anwalt werden, aber er soll ehrlich, klug und gerecht sein. Wer also heiraten möchte, ist frei, es zu tun, aber er soll alles mit Dankbarkeit ertragen. Wenn der Mann schlecht gelaunt und verärgert ist, dann muss die Frau Gott für diese Situation dankbar sein. Handeln die heutigen Frauen so? Sowohl die Frau als auch der Mann sollen in der Erfüllung ihrer Pflicht ehrlich, gut, klug und gerecht sein. Handeln sie untereinander so, dann wird der Tag kommen, wo Gott sie aus dieser Lage befreit, und sie werden sich auf der Ebene eines Engels befinden, von dem gesagt wird, dass er weder heiratet noch verheiratet wird. Sie [die Engel] sind Wesen der Auferstehung. Was ist Heiraten? Heiraten ist ein Akt, den Gott für die Verbesserung des Lebens der gefallenen Seelen zugelassen hat, um diesen die Möglichkeit zu geben, auf die Erde zurückzukehren, ihre Arbeit fortzusetzen und ihre Vervollkommnung zu erlangen. Das Leben der heutigen Menschen ist ein Leben des Leidens. Jeder, der geheiratet hat, weiß, was die Ehe ist. Wenn der Mensch heiratet, bedeutet das, durch die dichteste Materie zu gehen. Jetzt ist dieser Zustand nötig; er stellt eine vergängliche Phase im Leben des zeitgenössischen Menschen dar. Die Zeit kommt, wo die Beziehungen zwischen Männern und Frauen Beziehungen zwischen den Seelen sein werden. Wenn der Mann auf der Erde ist, wird die Frau auf dem Mond oder auf der Sonne sein; wenn die Frau auf der Erde ist, wird der Mann auf dem Mond oder auf der Sonne sein, und von dort werden sie miteinander kommunizieren und gegenseitige Beziehungen pflegen. Sie können sich nur von Zeit zu Zeit entweder auf der Erde oder auf dem Mond oder auf der Sonne treffen und dann werden sie sich wieder trennen. Kann es ein harmonischeres Leben als dieses geben? Könnte es denn eine idealere Vereinigung zwischen diesen beiden Seelen geben? Gäbe es dann noch bittere Worte und Beleidigungen zwischen Mann und Frau? Sie werden beben und auf den Moment warten, wenn sie sich treffen können, um ein paar schöne Gedanken und Gefühle auszutauschen. Kann es Liebe zwischen Frau und Mann geben? Diese Art von Vereinigung stellt ein Ideal für jede Seele dar. Es wird der Tag kommen, wo die Menschen so leben werden, aber jetzt müssen sie durch die dichteste Materie gehen, um gewisse Schwierigkeiten und Mühen zu überwinden und ihre Aufgaben richtig zu lösen. Wenn sie ihre Aufgaben richtig gelöst haben, werden sie die wahre Liebe und das wahre Leben erfahren, welches jetzt alle anstreben. Ich sage: Alle sollen in das neue Leben kommen und mit neuen Gedanken und Gefühlen leben, und jeder Akt soll von Gott geheiligt werden. Macht alles um der Herrlichkeit Gottes willen! Heiratet ihr, dann müssen der junge Mann und die junge Frau im Voraus zu Gott gehen und ihm Liebe erweisen. Und wenn sie Seinen Segen erhalten, dann sollen sie heiraten. Die göttliche Liebe, die göttliche Weisheit und die göttliche Wahrheit sollen an jedem Akt teilhaben, den ihr auf der Erde vollzieht. Ihr sollt eine Idee haben. Jetzt fragt ihr: „Was ist denn eigentlich der Herr?“ Ich antworte euch auf diese Frage. Dasjenige, ohne das wir nicht leben können, ist der Herr. Wenn Gott nur für einen Augenblick aufhörte, an uns zu denken, würde unser Leben vollkommen unterbrochen werden, und wir würden uns in der Lage einer welken Blüte befinden, welche des Wassers beraubt wurde. Nur dank des Umstandes, dass der göttliche Gedanke ständig auf uns gerichtet ist, können wir leben, uns bewegen, denken, fühlen und handeln. Sein Gedanke ist nichts anderes als der göttliche Strom, der durch unser Leben fließt. Deshalb sagen wir: Reinigt euren Verstand von allen unreinen und unrechten Gedanken; reinigt eurer Herz von allen negativen und eigennützigen Gefühlen, wenn ihr möchtet, dass das göttliche Leben, die göttlichen Güter und der göttliche Segen durch euch fließen. Man hat gesagt, Gott werde unsere Sünden löschen und sie niemals mehr erwähnen. Wann wird sich das ereignen? Wenn wir unseren Verstand und unsere Herzen reinigen. Ihr fragt: „Ist es möglich, dass uns Gott von allen unseren Sünden befreit?“ – Für Gott gibt es keine unmöglichen Dinge. Selbst wenn eure Sünden so schwer wie ein Gebirge sind, wird Gott sie mit seinem kleinen Finger wie eine Feder hochheben und im Raum zerstreuen. Es wird von euch ein demütiges Herz und ein sanftmütiger Geist verlangt, damit ihr der göttlichen Güter teilhaftig werden könnt. Alles wird sich zu eurem Wohl verwandeln. Wenn ich jetzt so spreche, werden viele denken, dass ich bestimmte Person meine. Nein, ich spreche von euch allen. Das Leben von euch allen soll sich ändern. Eure Ideen sollen genau bestimmt sein. Eure Gefühle sollen ebenfalls in eine bestimmte Richtung gerichtet sein, nämlich Gott zu lieben. Er ist der Weg zur Wahrheit, den ihr gehen sollt. Es ist der Weg der Wahrheit, auf dem ihr gehen sollt. Es ist an der Zeit, dass neue Gedanken in den Verstand der Menschen gebracht werden, weil diese Leben und Vielfalt bringen. Einfältige Gedanken gebären hypothetische, bedrückende Zustände im Menschen. Die Vielfalt ist der Boden für das neue Leben. Wenn ihr in das neue Leben kommen wollt, so ist dafür die erste Bedingung, welche vom Menschen gefordert wird, die Zufriedenheit; er soll mit allem zufrieden und für alles dankbar sein. Als ihr zum Beispiel in diesem Sommer auf dem Mussala* wart, habt ihr dort viele Situationen überstanden, durch welche euch die unsichtbare Welt Bedingungen gegeben hat, damit ihr in euch Zufriedenheit entwickeln könnt. Dort hat es geregnet und starken Wind gegeben, aber ihr habt dem mit Freude und Zufriedenheit standgehalten. Ihr wart im Freien, ohne Zelte und ohne besondere Ausrüstung, ihr habt dort ein paar Tage mit Liedern und großem Behagen verbracht. Dank des Feuers habt ihr euch bald von der einen, bald von der anderen Seite getrocknet, obschon es ständig geregnet hat. Das war eine der wichtigen Aufgaben, welche die Schüler meistern mussten. Für viele von euch hat diese Situation der Verführung gedient, nämlich warum Gott euer Gebet, dass der Regen aufhören möge, und ihr trocken werden und euch wärmen könnt, nicht erhört hat. Aber die unsichtbare Welt hat euch dieser Prüfung unterzogen, damit ihr diese Bedingungen ertragt, euch stählt, auf die Dinge tiefgründiger schaut und versteht, dass alles von Gott kommt. Geht es nicht um Vielfalt? Kann es eine größere Vielfalt geben als das? Bald Regen, bald Sonne, bald Wind. Diese vergänglichen Zustände in der Zeit sind nichts anderes als Bedingungen für die Entwicklung des menschlichen Denkens und der menschlichen Gefühle. Oft sagen die Menschen: „Wir wollen gut leben.“ Ich sage: Hört auf, so zu sprechen und sagt, dass alles, was in unserem Leben geschieht, um des Guten willen geschieht, weil es von Gott kommt. Die Schönheit des Lebens liegt in der Vielfalt. Ob du isst oder fastest, danke Gott; ob du leidest oder dich freust, danke Gott; ob du krank bist oder gesund, danke Gott wieder. Sage zu dir: „Gott ist gut; alles, was er mir sendet, ist zu meinem Wohl. Ich gehöre nicht zu den sehr guten Menschen, sondern ich bedarf ein wenig der göttlichen Korrektur.“ Möge in eurem Verstand der Gedanke bleiben, dass ihr für alles dankbar sein sollt. Nur so werdet ihr in euch eine neue Welt von Ideen und Gefühlen erschaffen. Warum? – Weil diejenigen Ideen, welche aufbauen, auf gewissen Gesetzen beruhen, die ihr kennen müsst. Dasselbe gilt auch für die physische Welt. Möchtet ihr ein Haus bauen, dann könnt ihr es auf drei unterschiedliche Weisen tun: auf eine physischen Weise, indem ihr das Fundament in die physische, materielle Welt legt; oder auf eine geistige Weise oder auf eine göttliche Weise. Errichtet ihr also ein Haus in der physischen Welt, dann soll es in sich die drei Elemente – physisches, geistiges und göttliches – enthalten, wenn ihr den göttlichen Segen haben möchtet. Wenn ihr dieses Haus in dieser Weise baut, wird ein guter Mensch geboren werden. Andernfalls, wenn diese Gesetze beim Bau dieses Hauses nicht beachtet werden, wird notwendig ein Mensch sterben. Denn jedes Haus soll nach richtigen Gesetzmäßigkeiten so gebaut werden, dass ein guter Mensch geboren werden kann. Dieses Haus soll der Ausdruck dieses guten Menschen sein. Ich sage: Von euch als Schüler der Liebe wird Beständigkeit in eurer Gesinnung verlangt. Unabhängig davon, welchen Prüfungen ihr unterzogen werdet, sollt ihr sie bestehen. Zweifelt ihr, dann haltet ihr den Prüfungen nicht stand. Dürft ihr an Gott zweifeln? Manch einer sagt: „Gott liebt mich nicht, jemand anderem hat Er mehr Segen gegeben.“ Wenn ihr so spricht, dann gleicht ihr einem Tal, das sich darüber beschwert, dass die Sonne es nicht wie das benachbarte Tal bescheint. Es ist richtig, dass ein Tal mehr Früchte bringen kann als ein anderes, aber daran ist weder das Tal noch die Sonne schuld. Der Grund dafür, dass ein Tal mehr Früchte als ein anderes tragen kann, liegt im Boden, an den Früchten selbst usw. Kann die Bergspitze daran leiden, dass sie keine Früchte trägt? Jedes Tal und jedes Gebirge erhält so viel, wie es braucht. Denn in dieser Hinsicht gibt die Sonne des Lebens jedem so viel, wie für ihn nötig ist. Gott liebt alle gleichermaßen, nur die einen sind sich dessen bewusst, und die anderen sind sich dessen nicht bewusst. Gott liebt den Menschen so viel, wie auch die Engel, aber die Engel sind sich der Liebe Gottes bewusst und empfangen sie, und die Menschen sind sich ihrer nicht bewusst. Über einen Stein wird so viel Wasser gegossen wie über die umliegenden Pflanzen, aber der Stein nimmt dieses Wasser in sich nicht auf, infolgedessen man sagen könnte, Gott liebe ihn nicht. Das Wasser fließt von der Oberfläche des Steins ab, aber er nimmt es nicht auf und beschwert sich, dass er nicht geliebt wird. Wer die Härte des Steins hat, kann die Liebe Gottes nicht bewusst empfangen. Ihr sagt: „Was sollen wir dann tun?“ Werdet weich und beweglich wie das Wasser! Das Zweitwichtigste ist, unter euch gute Beziehungen zu bilden. Kommt ein Bruder zu euch zu Besuch, schlagt ihm vor, dass er seine Füße wäscht, sich ausruht, und dann unterhaltet euch brüderlich mit ihm. Seid untereinander frei, aufrichtig und nicht verlegen. In dieser Hinsicht helfen die Ausflüge sehr. Wenn wir zum Mussala gehen, dann empfinde ich es als ein Vergnügen, mich mit mir selbst, mit den Steinen, mit der Umgebung und mit euch zu unterhalten. Wenn ich euch an jenem Ort betrachte, dann studiere ich euch so, wie ihr seid. In der Natur öffnet der Mensch sein Herz sowohl für seine Nächsten als auch für die Umgebung, indem er mehr oder minder den göttlichen Segen empfängt. Das Leben in der Natur ist eines der Methoden, mit dem sich der Mensch verjüngen kann. Wenn ihr also Schüler der Universellen Weißen Bruderschaft sein möchtet, dann lasst Zweifel und Argwohn völlig los. Was für einen Sinn hat es, an einem Menschen zu zweifeln? Wenn dieser Mensch mit Gott verbunden ist, dann zweifelt nicht an ihn. Er befindet sich eh unter dem wachen Auge Gottes. Es gibt keinen Gedanken und kein Gefühl bei ihm, welche vom Auge Gottes nicht durchdrungen wären. Dann glaubt doch, dass dieser Mensch euch das Schönste geben wird, was in seiner Seele verborgen liegt. Wenn in euren Verstand ein Gedanke des Zweifels kommt, dann wisst, dass er nicht euch gehört. Er ist ein nicht geladener Gast, welcher von irgendwo draußen gekommen ist. Deshalb steht in der in der Heiligen Schrift: „Betet füreinander.“ Ich sage: Denkt gut und seid so gut, wie Gott gut ist und wie Er es möchte, dass ihr gut seid. Jetzt werdet ihr sagen: „Warum lässt Gott, der so stark ist, diese schlechten Gedanken, diese schlechten Gefühle und diese schlechten Taten bei uns zu?“ Auf diese Fragen werdet ihr euch selbst eine Antwort geben. Ihr habt doch eine Lebensphilosophie, nicht wahr? Ihr gemäß könnt ihr euch eine Antwort geben. Aus demselben Grund könnt ihr auch fragen: „Warum lässt Gott zu, dass der Lehrer unsere Fehler auf diese Weise nach außen trägt und uns beleidigt?“ Dass der Mensch sich beleidigt fühlt, bedeutet, dass er findet, dass alles, was ihm gesagt wird, der Wirklichkeit nicht entspricht. Also werden diesem Menschen Eigenschaften und Taten zugeschrieben, die er nicht hat. Wenn ihr euch beleidigen lässt und so denkt, dann sage ich: Ihr denkt falsch und ihr fühlt falsch. Als Schüler sollt ihr gerade denken. Deshalb empfehle ich euch allen, dass ihr warme Herzen und einen hellen Verstand habt. Dabei wünsche ich euch allen Freiheit, welche euch in euren Beziehungen aufrichtig macht. Wisst, dass alles, was in dieser Welt geschieht, zum Wohl geschieht. Ich sage: Ob jung oder alt, ihr alle sollt bescheiden und demütig sein. Demut ist von allen erforderlich. Der demütige Mensch erkennt Gott, er erkennt seinen Lehrer. Weder zweifelt er, noch schwankt er. Eines sollt ihr wissen: Ihr trefft viele Lehrer, aber einer ist der große Lehrer. Es gibt viele Mütter auf der Welt, aber eine ist die große Mutter. Es gibt viele Väter auf der Welt, aber einer ist der große Vater. Jeder kann Lehrer in der Welt sein, aber er soll den Platz des großen Lehrers, den Platz Gottes nicht einnehmen. Wer von den gewöhnlichen Menschen kann die Rolle der Sonne spielen? Welche angezündete Kerze kann die ganze Erde wie die Sonne erleuchten? Wenn ich jetzt so zu euch spreche, werden viele sagen: „Was für ein Ziel hat der Lehrer, so zu uns zu sprechen?“ Ich sage: „Das einzige Ziel, das ich habe, ist euch zu helfen, würdige Söhne und Mitglieder der Weißen Bruderschaft zu werden. Jemand wird sagen: „Hier wird von Mitgliedern einer Gesellschaft gesprochen.“ Die weiße Bruderschaft, von der ich zu euch spreche, ist keine neue Gesellschaft. Sie existiert seit Menschengedenken und existiert bis heute. Um euch dieses Wohls würdig zu erweisen, sollt ihr beten und fleißig an euch arbeiten, bis euer Herz vollkommen still wird: Alle Gewitter und Winde, alle Aufregungen des Meeres in ihm müssen aufhören. Wird euer Herz still, dann wird der Aufgang eurer Sonne kommen, und der Tag für euren Himmel wird hell werden, ohne Wolken und Schatten. Geht die Sonne eures Lebens auf, wird euer Herz beben, denn ihr werdet die Stimme des Geistes Gottes und aller Engel und aller fortgeschrittenen Brüder hören. Erreicht ihr dies, dann wird eure Freude unermesslich sein. Bis jetzt seit ihr alle in der Wüste, wo ihr lange Zeit beten sollt, bis ihr alle Schwierigkeiten, auf die ihr auf dem Weg stoßt, überwindet. Überwindet ihr einmal die Schwierigkeiten, werdet ihr munter und fröhlich sein. Warum? Weil hinter eurem Rücken weder der Staat, noch das individuelle Leben, noch das Familienleben, noch das gesellschaftliche Leben stehen. Hinter eurem Rücken steht nur Gott. Bis jetzt habt ihr für euch gelebt, für euer Haus, für die Gesellschaft, für euer Volk, für die Menschheit, aber ich sage: Lebt von nun an nur für Gott! Lebt ihr für Gott, werdet ihr das Licht erlangen und diese Lehre verstehen; ihr werdet euch mit den Menschen verstehen und mit euren Nächsten. Lebt ihr für Gott, dann werdet ihr auferstehen. Lebt ihr für Gott, dann wird es bei allen Menschen zu einer Einheit in ihrem Verständnis und in ihren Auffassungen kommen. Ich sage: Das Wissen, das in der Schule vorgetragen wird, kann keinem profanen Menschen anvertraut werden. Wenn ihr keinen reinen Verstand, keinen reinen Willen habt, könnt ihr zu diesem Wissen nicht gelangen. Es bedarf absolut reiner Menschen, welche die Bereitschaft haben, alles für Gott zu opfern. Wenn ihr diese Reinheit nicht habt, werde ich eines Tages dieses Wissen mit mir nehmen und es niemandem mehr anvertrauen. Eines Tages wird es nur denjenigen anvertraut, die bereit sind. Ihr sagt: „Christus hat seinen Schülern viel Wissen gegeben.“ Wahrlich hat Christus seinen Schülern ein gewisses Maß an Wissen anvertraut, aber es war nur ein kleiner Teil von dem, was er mit sich getragen hat. Christus sagt: „Es kann euch viel Wissen gegeben werden, aber ihr seid nicht dazu bereit. Wenn deshalb der Geist der Wahrheit kommt, wird er euch lehren und euch an alles erinnern, was in mir verborgen war.“ Wann wird der Geist der Wahrheit kommen? – Wenn ihr bereit seid. Dasselbe kann ich euch sagen, wenn ich euch diese Worte in eine wissenschaftliche, eine religiöse oder eine philosophische Sprache -- in Prosa oder in Poesie – übersetze. Überhaupt kann ich sie in jedwede Sprache – was auch immer ihr möchtet -- übersetzen, in eine moderne oder alte Sprachen. In welcher Sprache möchtet ihr, dass ich zu euch spreche, in welcher Sprache versteht ihr mich am Besten? Vermutlich möchtet ihr, dass ich sie ins Bulgarische übersetze. Ich habe jedoch entschieden, von nun an in der göttlichen Sprache zu sprechen, und ihr sollt es selbst übersetzen, jeder in seine Muttersprache. Bis jetzt habe ich gerade noch die entsprechenden Symbole in der bulgarischen Sprache gefunden, durch die ich die göttliche Sprache übersetzen kann. Die westlichen Völker werden das Wort Gottes aus dem Osten empfangen. Überhaupt ist das Denken der westlichen Völker analytisch, während das der östlichen Völker mehr symbolisch ist. In diesem Vortrag habe ich euch viele Regeln und Methoden gegeben, die ihr beachten sollt, wenn ihr Schüler des Lichtes sein möchtet. Jemand wird sagen, dass er verheiratet sei und sich nicht damit beschäftigen könne; ein anderer wird sagen, dass er nicht gelehrt sei; ein dritter wird sagen, dass er kein guter Mensch sei usw. Ich sage: In welcher Lage auch immer ihr euch befindet, nichts hindert euch, gute Schüler zu sein und dasjenige zu studieren, das in der Schule vorgetragen wird. Sowohl als Verheiratete oder als Ledige, als Nichtgelehrte oder Gelehrte, als Arme oder Reiche, nichts fehlt euch, um Schüler zu sein. Bei allen gibt es ein gutes Material, das bearbeitet werden muss. Arbeitet ihr nicht, wird es roh bleiben, und ihr werdet unreifen Früchten gleichen. Arbeitet ihr, dann werdet ihr reifen, und aus euch werden Gelehrten und Philosophen – alles, was ihr wünscht – werden. Ihr sagt: „Wir sind schon alt, es ist nicht an der Zeit zu lernen.“ Ich sage: Morgen werdet ihr wieder geboren werden. Heute erschafft ihr Bedingungen für euer künftiges Leben. Wenn ihr heute nicht arbeitet, dann werdet ihr morgen als grüne, unreife Gurken zur Welt kommen. Denn wenn ihr nicht an euch arbeitet, dann werdet ihr unreife Gurken, Kürbisse, Melonen, Wassermelonen werden. Ihr fragt: „Was ist denn das für eine Philosophie?“ Wie können wir Gurken, Kürbisse und so weiter werden?“ Ich will euch diese Symbole erklären. Was bedeutet die Gurke? Ihrer Form nach ist sie lang und schmal. Sie ist ein Symbol. Wenn ihr folglich nicht arbeitet, dann wird euer Kopf schmal und lang wie ein Strich werden. Der Kürbis impliziert, dass ihr schnell groß werdet; aber nach sechs Monaten wird eure ganze Größe wieder verschwinden. Schließlich wird der Gärtner die Kürbisse und Gurken verkaufen und für sie Geld nehmen, und für euch wird nichts übrigbleiben. Ich frage euch: „Was habt von diesem Vortrag in eurem Verstand festgehalten? Der wichtige Gedanke ist, den Weg zu Gott zu finden, zu Ihm zu gehen, und dass Er euch etwas über euren Lehrer erzählt. Findet ihr Gott, dann werdet ihr Ihm mit eurer ganzen Liebe dienen. Wenn ich sage, dass Gott erzählen wird, wer euer Lehrer ist, dann verstehe ich das Wort Lehrer in einem weiten und tiefen Sinne. Wenn ihr bereit seid, kann zu euch mehr über den Sinn dieses Wortes gesprochen werden. Wenn über die Einheit zwischen Gott und Lehrer gesprochen wird, dann lässt sich diese Einheit einzig durch diese Worte ausdrücken: „Einer ist euer Vater und euer Lehrer.“ Nachdem ihr diese Worte verstanden habt, werdet ihr auch diesen Gedanken verstehen: „Wo der Geist Christi ist, dort bin auch ich.“ Eine von den Aufgaben, die euch als Schüler gegeben wurde, ist, alle Rechnungen zu begleichen, die ihr unter euch noch offen habt. Ihr werdet beten und arbeiten und eure Aufgaben lösen, bis ihr euch an Gott mit den Worten wendet: „Herr, die Aufgabe, die Du mir gegeben hast, lässt sich schwer lösen, aber ich werde alles unternehmen, um sie zu lösen und zu zeigen, dass ich Dich liebe.“ Gott ist in euch, Er hört und hilft euch. Gott könnt ihr mit niemandem vergleichen. Der Moment in eurem Leben wird kommen, wo ihr euch in eurer ganzen Reinheit manifestieren werdet; in diesem Moment werdet ihr Gott ähnlich sein. Und wenn ihr zornig werdet, werdet ihr aus der Sicht der göttlichen Gerechtigkeit Gott ähnlich sein. Warum? -- Weil im Alten Testament steht : „Gott erschafft das Böse und das Gute.“ Wie hebt ihr diesen Widerspruch auf? Vor allen Dingen ist Böses für euch nicht unbedingt Böses für den Herrn; und Gutes für euch ist nicht unbedingt Gutes für den Herrn. Gebt ihr beispielsweise 100.000 Lewa einer armen und ehrwürdigen Familie, so könnt ihr sie mit diesem Geld auf den falschen Weg bringen. Also ist euer Gutes nicht auch etwas Gutes für Gott. Dieser arme Mensch verdirbt, seine Familie verdirbt, und seine Familie verleugnet Gott und möchte nicht mehr arbeiten. Das Umgekehrte kann auch geschehen: Ihr nehmt einem reichen Mann 100.000 Lewa weg und gebt sie einer armen Familie, die sich in dieser Stunde aufrafft; die Kinder beginnen zu lernen; die Eltern arbeiten ebenfalls, beginnen eine Arbeit, von der noch viele andere Arme einen Nutzen haben. Ich frage: Das Böse, das ihr dem Reichen angetan habt, indem ihr ihm das Geld weggenommen habt, ist es nicht ein Gutes für den armen Menschen und seine Familie? Denn eure erste Handlung war für euch gut, aber für Gott böse. Im zweiten Fall war eure Handlung für euch böse, für Gott aber gut. Es gibt jedoch Taten mit einem vorwiegend geistigen Charakter, welche sowohl vor Gott als auch vor den Menschen gut sind; und es gibt Taten, welche sowohl vor Gott als auch vor den Menschen böse sind. Jetzt müsst ihr alle helle Gedanken, ein reines Herz und einen starken, freien Willen haben. Ihr sollt alle munter und fröhlich sein. Jeder soll sich vernünftig ausdrücken, in einer göttlichen Weise. Das wird geschehen, wenn wir leuchtende Gedanken und reine Gefühle erlangen. Dann werden wir wie Engel handeln können. Jetzt möchte ich, dass das Wort, was ich zu euch gesprochen habe, nicht auf sandigen Boden fällt, sondern ihr sollt es das Jahr über anwenden. Ihr sollt in eurem Denken wach sein: jeden Abend, wenn ihr zu Bett geht und jeden Morgen, wenn ihr aufsteht, sollt ihr in eurem Verstand den Gedanken bewahren und dasjenige, was ich heute Abend zu euch gesprochen habe, anwenden. Erhebt euch vor Gott und sagt: „Herr, Deinetwegen möchte ich es tun und ich werde hundert Mal fallen. Ich will arbeiten und alles anwenden, bis ich das Ideal erreiche, das Du in meine Seele gelegt hast.“ Sagt nicht, dass ihr dasjenige, was Gott von euch möchte, nicht erfüllen könnt. Alles, was Gott möchte, dass ihr es tut, ist möglich. Ihr alle könnt dasjenige erfüllen, worüber ich heute Abend zu euch gesprochen habe. Das Wissen soll von euch so ausgearbeitet und aufgenommen werden, dass es euch in Fleisch und Blut übergeht. Geratet ihr in einen zornigen Zustand, so seid Gott nicht böse. Gott ist für die Schwierigkeiten und Beschränkungen, in die ihr geratet, nicht verantwortlich. Ihr sollt fleißig arbeiten und beten, bis ihr eure Fehler berichtigt. Nehmt beispielsweise das jüdische Volk. Gott hat dem jüdischen Volk viele Versprechen gegeben, aber dennoch war dieses Volk dem Zerfall ausgesetzt. Warum ist dieses Volk zugrunde gegangen? Warum hat es Christus gekreuzigt? Ihr beginnt zu sinnieren und sagt, dass es so in den Büchern der Propheten stehe. Vor allem steht in den Büchern der Propheten geschrieben, Christus werde vom Römischen Reich gekreuzigt werden. Aber die Juden, für die Christus gekommen ist, haben ihn gekreuzigt. Die Heiden sind hingegangen und haben sein Wort verkündet; sie wurden zu Aposteln und haben Christus verteidigt. Bevor Pilatus das Urteil über Christus sprach, wusch er seine Hände und sagte: „Wir, die Heiden, finden keine Schuld bei diesem Gerechten. Infolgedessen weigern wir uns, die Verantwortung für seinen Tod zu tragen. Ihr sollt selbst diese Verantwortung tragen.“ Also hat sich das Römische Reich auf die Seite Christi gestellt, und das jüdische Volk hat gesagt: „Wir haben ein Gesetz, nach welchem dieser Mensch gekreuzigt werden muss.“ Aber Moses hat den Juden vorausgesagt, dass Gott unter ihnen einen Propheten erwählen werde, auf den sie hören und dem sie gehorchen müssen. Wer nicht auf ihn hört, wird vom Antlitz der Erde getilgt werden. Die Juden haben auf Moses nicht gehört und Christus gekreuzigt. Viele von euch werden sagen, es stehe so in den Büchern der Propheten geschrieben. Solch eine Ausrede fanden die Juden, solch eine Ausrede könnt auch ihr vorbringen und sagen, es stehe geschrieben, dass unser Christus gekreuzigt werden sollte. Von wem? – Von euch selbst. Ich sage: Von euch steht in eurem Gesetz geschrieben, dass ihr Schüler Christi werden sollt, er soll euch den Weg zu Gott zeigen. Deshalb nämlich sagt Christus: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Ich bin der Weg zu Gott. Ich bin der Weg zur Wahrheit, ich bin der Weg zum Leben.“ Das heißt: Ihr alle müsst durch Christus gehen, damit er euch den Weg zu Gott zeigen kann. Wenn ihr zu Gott geht, kehrt ihr wieder zu Christus zurück. Ich sage euch, warum ihr wieder zu Gott zurückkehren sollt. Gott ist treu und wahrhaftig. Wegen seiner Herrlichkeit soll alles getan werden. Wer zu Gott gekommen und zu seinem Lehrer zurückgegangen ist, hat die Wahrheit gefunden. Was ihr von Gott verstanden und begriffen habt, das werdet ihr auf der Erde anwenden. Und wenn ihr eure Lektionen gut gelernt habt, dann wird man euch unter diese Menschen schicken, damit ihr predigt. Meine Aufgabe besteht darin, euch den Weg zu Gott zu zeigen, dass ihr Ihn liebt und Ihm uneigennützig und unentgeltlich dient. Es gibt drei Weisen, auf welche die Menschen im Leben arbeiten können. Die erste Weise ist Dienen, Arbeiten für Geld. Zum Beispiel habt ihr einen Bauern, der seinen Acker bearbeitet. Unabhängig vom Ertrag verkauft er den Weizen und verdient Geld mit ihm. Die zweite Weise: Der Bauer bearbeitet seinen Acker, den Weizen gibt er unentgeltlich den Armen. Die dritte Weise: Der Bauer bestellt seinen Acker, und nicht nur, dass er ihn den Armen unentgeltlich gibt, sondern er eröffnet für sie auch noch Schulen und ermöglicht ihnen Bildung. Die für euch zuträglichste Weise ist die des zweiten Bauern. Fangt mit ihr an! Eines Tages, wenn ihr fortgeschrittener seid, dient ihr Gott auf die dritte Weise, so wie es der dritte Bauer tut. Die Schüler der Liebe müssen absolut uneigennützig und mit Liebe arbeiten. Kommt einer zu mir, der Weizen für Geld verkauft, weiß ich, zu welcher Kategorie er gehört. Kommt der zweite, der den Weizen den Armen unentgeltlich überlässt, weiß ich, zu welcher Kategorie er gehört. Und schließlich, wenn der dritte kommt, der wie der dritte Bauer handelt und den Weizen an die Armen verteilt, ihnen aber noch Bildung ermöglicht, dann weiß ich: Dieser ist der wahre Schüler. Wenn der Schüler zu seinem Meister kommt, dann verstehen sie sich vollkommen. Dann ist der Himmel auch bereit, viele Dinge für den Schüler zu tun. So, ihr alle müsst im Frieden leben! Das Haupt eures vernünftigen Lebens soll die Wahrheit sein. Das Haupt eures vernünftigen Herzens soll die Liebe sein. Das Haupt eures Willens soll die Weisheit sein. Wenn der Wille von der Weisheit geleitet wird, wenn euer Herz von der Liebe geleitet wird, wenn euer Verstand von der Wahrheit geleitet wird, dann gibt es kein besseres Leben als dieses. Ich sage: Ihr alle sollt frei sein, um während des ganzen Jahres für das Reich Gottes, für die Güter Gottes und für die Realisierung des göttlichen Willens zu arbeiten. Gleichzeitig arbeitet ihr für das Kommen der göttlichen Liebe und des göttlichen Friedens in euch. Nur so werdet ihr Wissen in allen Zweigen des göttlichen Lebens erlangen. Jetzt gebe ich euch das folgende Motto: „Die Gnade Gottes möge während aller Tage unseres Lebens immerdar mit uns sein!“ „Sei immer treu, wahrhaft, rein und gütig!“ 14.07.1926 Sofia * Höchster Berg Bulgariens im Rilagebirge
  8. ORGANISIEREN DES GEISTIGEN KÖRPERS Bojan Boev Das Organisieren des geistigen Körpers muss die Hauptaufgabe des Menschen sein. Wenn das unbewusst passiert, geschieht dieses Organisieren des geistigen Körpers langsam und fortlaufend im Laufe mehrerer Inkarnationen. So ist es mit den meisten Menschen. Ein Schüler jedoch, muss sich dessen bewusst annehmen. In einem Gespräch hat der Meister einmal speziell über das Organisieren des geistigen Körpers gesprochen und hat Hinweise dafür gegeben. Ein Mensch kann seine Evolutionsaufgabe nicht beenden, solange er seinen geistigen Körper nicht organisiert hat. Deshalb muss jede andere Arbeit des Menschen diesem Hauptziel untergeordnet sein. Wie kann man Gott dienen, wenn man sich nicht beherrschen kann, wenn man unbeständig in all seinen Gedanken, Gefühlen und Handlungen ist? WAS BEDEUTET ORGANISIERTER GEISTIGER KÖRPER? Das bedeutet, dass immer mehr Göttliche Kräfte den geistigen Körper durchdringen – so wird er zu einem immer besseren Vermittler des Göttlichen. Auf diese Weise werden die Kräfte des geistigen Körpers organisiert: er wird seine Göttliche Natur immer besser äußern und wird den Anregungen folgen, die aus der Göttlichen Welt stammen und nicht den fremden, den Nebeneinflüssen. WIE ERKENNT MAN, DASS DER GEISTIGE KÖRPER ORGANISIERT IST? Wenn man bei Ärgernis und Schwierigkeiten die Geistesgegenwart verliert, zeigt das einen unorganisierten geistigen Körper. Ein solcher Mensch wird bei der kleinsten Unannehmlichkeit verzweifelt. Er ist unbeständig in seinen Gefühlen und Stimmungen. Wenn ein Mensch nicht Herr über sich selbst ist, wenn er seine Gedanken, Gefühle und Handlungen nicht beherrschen kann, ist sein geistiger Körper nicht organisiert und er ärgert sich schnell, zeigt Ungeduld, kann sich nicht mäßigen, er handelt erst und bereut danach. Wenn ein Mensch einen schwachen Willen hat, wenn er seine Aufgaben und Verpflichtungen nicht erfüllt, hat er keinen organisierten geistigen Körper. WIE KANN DER GEISTIGE KÖRPER ORGANISIERT WERDEN? Jemand könnte sagen, dass man gegen die eigenen Schwächen kämpfen sollte, um sie zu überwinden. Diese Methode kann nicht erfolgreich sein, es ist sogar möglich, dass seine Schwächen stärker werden, denn es gibt ein Gesetz, nachdem das geschieht, worüber man nachdenkt. Wenn du über deinen Schwächen nachdenkst, sei es sogar mit dem Ziel sie zu überwinden, so werden sie, diesem Gesetz nach, stärker. Deshalb soll man mit den eigenen Schwächen nicht kämpfen. Man muss die positive Methode anwenden: nämlich diejenigen Kräfte entwickeln, die den geistigen Körper organisieren werden. Wird er organisiert, so werden die Schwächen und die Mängel von selbst verschwinden. Das Organisieren des geistigen Körpers kann auf folgende Weisen geschehen: Vor allem muss man jeden Tag mindestens eine Stunde widmen, um über erhabene Ideen nachzudenken. Jeden Tag muss man eine halbe oder eine ganze Stunde in Einsamkeit bleiben und das Bewusstsein erheben, indem man über das Ewige, das Große in der Welt nachdenkt. In diesen ausgewählten Minuten muss man an Gott denken. Das ist deshalb notwendig, damit man von der Welt, in der man lebt, nicht verschlungen wird und nicht beginnt das zu denken, was die Welt denkt. Das Erhabene, worauf man sich in dieser bestimmten Zeit konzentriert, wird an dem Menschen arbeiten und mit der Zeit seinen Charakter so ändern, wie der Bildhauer ein Stück Marmor bearbeitet und schöne Formen aus ihm meißelt. Die beständige Verbindung zu Gott organisiert den geistigen Körper. Das geschieht hauptsächlich durch unaufhörliches Gebet: beim Essen, bei der Arbeit und auch während des Schlafens. Auf diese Weise fließen in den Menschen höhere Energien aus der Göttlichen Welt ein. Das Gebet ist eine Methode Kräfte von oben zu bekommen. Das alltägliche Lesen der Evangelien und der Vorträge organisiert den geistigen Körper. Durch solche Arbeit lebt man den ganzen Tag über in einer erhabenen Welt. Das innere Leben steht in Übermacht über das äußere Leben. Ein solcher Mensch überwindet leicht die Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten. Sie können seinen inneren Frieden nicht stören. Der Meister sagt: „Wer die Vorträge liest, ist am nahesten bei mir, denn er kommt in Verbindung mit dem Göttlichen Geist, der durch mich gesprochen hat.“ Eine Schwester sagte: „Ich habe die Art und Weise gefunden froh zu sein, indem ich jeden Tag zwei Vorträge lese.“ Die Liebe organisiert den geistigen Körper. Sie hat die Zauberkraft alle, die sie berührt, zu verändern, zu organisieren und zu harmonisieren. Der Mensch muss die Liebe in sich ständig verstärken, erweitern – möge sie immer mehr Wesen einschließen, bis sie Liebe zu allem wird. Alle negativen Kräfte im Menschen, die ein Zeichen des unorganisierten Körpers sind – Bosheit, Hass, Eigennützigkeit u. a. fallen ab, verbrennen unter der Wirkung der Liebe. Gott zu dienen ist eine wichtige Methode zum Organisieren des geistigen Körpers. Der Meister hat folgendes Gesetz formuliert: Gott zu dienen bringt Freiheit. Auf Grund dieses Gesetzes bekommt der Mensch indem er Gott dient seine Freiheit. Und was bedeutet Freiheit im tiefen, mystischen Sinne dieses Wortes? Das heißt Befreiung von dem Einfluss der niederen, zurückgebliebenen Wesen, denen der Mensch früher untergeordnet war, in dessen Händen er ein Spielzeug war. Durch das Gewinnen der Freiheit wird der Mensch Herr seiner selbst – ein Herr seiner Gedanken, Gefühle und Handlungen. Das bedeutet Organisieren des geistigen Körpers. Die Musik ist sehr behilflich beim Organisieren des geistigen Körpers. Die Musik von Beinsa Douno verstärkt die Schwingungen des physischen und geistigen Körpers, bringt einen richtigen Rhythmus in sie hinein, ordnet sie wieder neu. Das alles ist Organisieren des geistigen Körpers. Die Mathematik hat auch eine große Bedeutung beim Organisieren des geistigen Körpers. Sie entwickelt die Verstandesfähigkeit im Menschen und seine Denkkraft. Sein Denken wird immer mehr selbst kontrollierter. Er kann es leiten und es ist nicht mehr wie ein galoppierendes Pferd ohne Führung, das den Menschen bringt, wohin es will. Der Meister gab uns in der Okkultschule einmal die Aufgabe: jeder Schüler sollte sich mit Mathematik beschäftigen. Er muss alle Mathematikkurse – von der ersten bis der letzten Klasse des Gymnasiums – durchlaufen. Es gibt ein Gesetz: Alles, was oben, in der geistigen Welt geschieht, manifestiert sich in der physischen Welt. Auf Grund dieses Gesetzes beeinflusst das Organisieren des geistigen Körpers den physischen Körper. Die Kräfte des organisierten geistigen Körpers fließen in den physischen Körper hinunter und festigen ihn, sie verbessern seinen Gesundheitszustand. Außerdem bearbeiten sie den physischen Körper, verschönern ihn, verändern die Gesichtszüge des Menschen. Sie wirken auch auf die Materie des physischen Körpers selbst und verändern sie. Die Materie eines unentwickelten Menschen ist dichter, härter, unempfänglich für die Schwingungen, die aus den hohen, vernünftigen Welten stammen. Wenn sich der geistige Körper organisiert, wird diese Materie plastisch, reiner und aufnahmefähiger für alles, was aus der Vernünftigen Welt herkommt. Das gibt einen mächtigen Anstoß zur geistigen Erhebung des Menschen. Die Zellen des menschlichen Körpers sind lebend. Sie sind Zellenseelen. Aber viele von ihnen sind noch schlafend. Der Meister sagte, dass je größer die Zahl der geweckten Zellen im Menschen wird, desto mehr seine Gaben und Tugenden zunehmen. Der organisierte geistige Körper erweckt viele Zellen des Menschenkörpers. Wir haben gesagt, dass ein Mensch, der für das Organisieren seines geistigen Körpers arbeitet, seine eigene Evolution beschleunigt. Er bekommt neues Licht, neue Kräfte erwachen in ihm, neue Seiten seiner Göttlichen Natur äußern sich. Alle Menschen sind aber miteinander verbundene Gefäße und alles, was mit einem passiert, kann nicht ohne Auswirkung auf alle anderen, die um ihn sind bleiben, sogar auf diejenigen, die physisch von ihm entfernt sind. Sie alle werden in den Nutzen seines Sich- Erhebens kommen. So, wenn ein Mensch an sich selbst arbeitet, arbeitet er gleichzeitig auch für das Erheben der ganzen Menschheit. Wenn er aufsteigt, beginnen viele andere in der Welt auch aufzusteigen. Sein Antrieb, seine Bemühungen werden in andere übergehen. Jede seine Errungenschaften, jede Leistung und bestandene Prüfung von seiner Seite wird sich wohltuend auf die anderen auswirken. Mit jedem Schritt, den er nach oben macht, wird er dazu beitragen, dass auch andere diesen Schritt machen. (aus den Briefen des Bruders Bojan Boev) Übersetzt von - Lidia L.
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